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Auf leisen Pfoten: "planet e." im ZDF über die Rückkehr der Luchse in den Pfälzerwald

Der Eurasische Luchs ist die größte Katze des Kontinents. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/Dr. Birgit Hermes"

Mainz (ots) - Es ist ein teurer Umzug: 2,75 Millionen Euro vorwiegend aus Steuergeldern für die Umsiedlung von insgesamt 20 Luchsen in den Pfälzerwald. Dabei ist die Wiederansiedlung durchaus umstritten. "planet e." hat das Pfälzer Luchsprojekt von Anfang an beobachtet und ist dabei, wenn die slowakischen Luchse erstmals den Pfälzerwald erkunden. Am Sonntag, 14. August 2016, 14.45 Uhr, ist die Dokumentation "Auf leisen Pfoten - Die Rückkehr der Luchse" im ZDF zu sehen.

Die ersten Luchse, die jetzt in das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands gebracht wurden, stammen aus der Slowakei und sind drei Waisenluchse, die in den Karpaten als Jungtiere aufgegriffen wurden. In den nächsten Jahren sollen weitere Tiere auch aus der Schweiz folgen.

Wenn alles klappt und sich die anmutigen Tiere fortpflanzen, werde sich das auch auf das ökologische Gleichgewicht auswirken, so die Hoffnung der federführenden Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz. Vor allem Schalenwild wie zum Beispiel Rehe stehen auf dem Speiseplan der Katzen, die so groß wie ein Schäferhund werden können.

Ob sich die hohe Investition über eine Laufzeit von sechs Jahren tatsächlich lohnt, muss sich noch zeigen. Einfangen, Transport und Quarantäne der Tiere kosten rund 10 000 Euro pro Luchs. Die weiteren Gelder fließen unter anderem in ein projektbegleitendes Monitoring, in Öffentlichkeits- und Akzeptanzarbeit. Nicht nur die hohen Kosten, auch schlechte Erfahrungen aus Bayern lassen das rheinland-pfälzische Wiederansiedlungsteam sehr behutsam vorgehen. Im Bayerischen Wald beklagen Naturschützer regelmäßig erschossene und vergiftete Tiere, darunter auch trächtige Weibchen. Luchse sind geschützt, das Töten ist eine Straftat. Doch von den Tätern fehlt meist jede Spur.

Damit es erst gar nicht zu solchen Luchstötungen kommt, hat das Pfälzer Team der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz monatelang für die Akzeptanz in der Bevölkerung geworben. Zwei Hunde wurden auf den Duft des Luchses trainiert, und natürlich mussten Förster, Jäger und Viehhalter über das Vorhaben informiert und zum Teil auch davon überzeugt werden.

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