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ZDF-Pressemitteilung
"Abwärts" - ZDF-"WISO" deckt grobe Mängel in öffentlichen Fahrstühlen auf

Mainz (ots) - In deutschen Aufzügen eingeschlossen zu sein, kann die Betroffenen auf eine harte Geduldsprobe stellen: Langes, in einigen Fällen sogar stundenlanges Warten auf Hilfe ist leider die Regel. Bei einer Stichprobe des ZDF-Wirtschaftsmagazins "WISO" in ausschließlich öffentlichen Gebäuden versagten die meisten Notrufanlagen. Bis zu einer Stunde harrten Reporter in stickigen Aufzugkabinen aus. War der zuständige Techniker endlich erreicht, bedeutete das aber noch keine Entwarnung. In über der Hälfte der getesteten Fahrstühle wurden die Eingeschlossenen dazu aufgefordert, bis zu einem halben Meter tief in die nächste Etage zu springen. Das ist nicht der Stand der Sicherheitstechnik, denn gefährliche Verletzungen bei einem Sturz in den Schacht könnten die Folge sein. Für Rollstuhlfahrer oder Kinder ist diese Form der "Rettung" ohnehin unmöglich. In einem Fall musste der verantwortliche Techniker zunächst einmal die Gebrauchsanweisung der Türöffnung lesen - nichts für Menschen, die unter Platzangst leiden. Lange Wartezeiten waren programmiert, denn die getesteten Fahrstühle waren nicht an Fernnotrufsysteme angeschlossen. Deutschlandweit sind noch immer 300 000 Aufzüge im Einsatz, die nicht rund um die Uhr überwacht werden. Lediglich 130°000 sind an Notrufzentralen angeschlossen und garantieren den Sprechkontakt Tag und Nacht. Mehr dazu in "WISO" am Montag, 8. April 2002, 19.25 Uhr im ZDF. Moderation: Michael Jungblut ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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