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ZDF-Pressemitteilung
ZDF-Politbarometer 2 im März 2002
Gewinne für die kleineren Parteien
Schröder wieder deutlicher vor Stoiber

    Mainz (ots) - In der politischen Stimmung in Deutschland bleibt die SPD auf dem niedrigen Stand, der vor zwei Wochen gemessen worden ist. Die Union muss deutliche Einbußen hinnehmen, zulegen können alle drei kleinen Parteien. Die SPD unverändert 35 Prozent, CDU/CSU 41 Prozent (März 1: 45 Prozent), Bündnis90/Grüne 8 Prozent (März 1: 6 Prozent), die FDP 9 Prozent (März 1: 7 Prozent), die PDS 5 Prozent (März 1: 4 Prozent).          Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, dann würden auch längerfristige Überzeugungen und taktische Überlegungen eine Rolle spielen. Unsere Projektion sieht so aus: SPD 36 Prozent (-1), Grüne          6 Prozent (+1), CDU/CSU 40 Prozent (-1), FDP unverändert 8 Prozent, PDS          6 Prozent (+1), andere Parteien unverändert 4 Prozent. Keine Mehrheit für Rot-Grün, aber auch keine klare Mehrheit für Schwarz-Gelb.          Auf die Frage, wen hätten Sie lieber als Bundeskanzler, kann Schröder seinen Vorsprung wieder ausbauen: 50 Prozent nennen Gerhard Schröder (+3), 40 Prozent Edmund Stoiber (-5).          Wir haben zudem gefragt, welcher von beiden - Schröder oder Stoiber - am besten die wirtschaftlichen Probleme lösen kann: Schröder nennen          32 Prozent, Stoiber 39 Prozent, keiner von beiden 18 Prozent. Wer kann am besten neue Arbeitsplätze schaffen? Schröder 26 Prozent, Stoiber          41 Prozent, keiner 23 Prozent. Wer kann am ehesten für eine Angleichung der Lebensverhältnisse des Ostens an den Westen sorgen? Schröder          46 Prozent, Stoiber 25 Prozent, keiner 14 Prozent.          Auf der Liste der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland führt Joschka Fischer weiter mit unverändert 1.9, Gerhard Schröder 1.3 (März 1: 1.2), Angela Merkel 0.9 (März 1: 1.0), Edmund Stoiber unverändert 0.8, Wolfgang Schäuble 0.8 (März 1: 1.0), Guido Westerwelle 0.5 (März 1: 0.6), Otto Schily 0.5 (März 1: 0.4), Hans Eichel unverändert 0.4, Gregor Gysi -0.5 (März 1: -0.6), Rudolf Scharping weiter verschlechtert -1.5 (März 1: -1.2).          "Keinen Unterschied", das sagen 72 Prozent, wenn sie die SPD-Spendenaffäre in Nordrhein-Westfalen mit der CDU-Spendenaffäre vor gut zwei Jahren vergleichen, vergleichsweise "nicht so schlimm" finden die SPD-Affäre 16 Prozent, "schlimmer" sagen 9 Prozent.          Mit der Sendung am 22. März 2002 feiert das "Politbarometer" Geburtstag, seit 25 Jahren werden hier die Meinungen und Einstellungen der Deutschen gemessen. Eine klassische Frage, bereits vor 25 Jahren in der Umfrage, haben wir wieder gestellt: "Sind die Renten gesichert?" Im März 1977 meinten "gesichert" 46 Prozent, "nicht gesichert" 52 Prozent. In dieser Woche - im März 2002 - sagen "gesichert" 19 Prozent, "nicht gesichert" 78 Prozent.          Die Umfragen zum POLITBAROMETER wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 18. bis 21. März 2002 unter 1.274 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in ganz Deutschland. Fehlertoleranz bei den großen Parteien 2,7 Prozentpunkte, bei den kleineren rund          1,4 Prozentpunkte.          Das nächste POLITBAROMETER sendet das ZDF am Freitag, 12. April 2002, im "heute-journal".

    
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