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ZDF-Pressemitteilung
Geprügelt und zum Sex gezwungen: Zwangsheirat mit Taliban
Betroffene Frauen äußern sich im ZDF-Magazin "ML Mona Lisa"

    Mainz (ots) - Ein wenig bekanntes Kapitel der Taliban-Schreckensherrschaft in Afghanistan thematisiert das ZDF-Magazin "ML Mona Lisa" in seiner Sendung am Sonntag, 17. Februar 2002, 18.15 Uhr: die Zwangsehen junger Frauen mit Kämpfern der Al Quaida.

    "Er hat mich zum Sex gezwungen, ich konnte mich nicht wehren. Er hat mich immer wieder geschlagen", sagt Sherifa, eine junge Witwe mit drei Kindern, die von den Taliban gezwungen wurde, einen Al Quaida-Kämpfer zu heiraten. Sie konnte seine Sprache nicht verstehen, fühlte sich als seine Sexsklavin und Gefangene. Als Sherifa schwanger wurde, trieb sie verzweifelt heimlich ab, todesmutig im Kabul der Taliban. Sherifa ist eine der drei Frauen, die ZDF-Reporterin Ariane Vuckovic dazu bewegen konnte, über ihre Zwangsehen vor der Kamera zu reden. Brutal haben die Taliban diese Frauen zur Ehe gezwungen. Damit die Familien einwilligten, wurden die Väter und Brüder ins Gefängnis geworfen und gefoltert. Selbst der 10-jährige Bruder der jungen Afghanin Sima wurde immer wieder von den Taliban misshandelt, um so bei der Schwester und dem Vater die Einwilligung in die Ehe zu erzwingen.

    Die verhassten Ehemänner sind mittlerweile verschwunden. Nach Jahren der Hölle fühlen sich die Frauen wie aus einem Gefängnis befreit. Doch ihr Leiden geht weiter: In Kabul mag man sie nicht, die Ehefrauen der verhassten Taliban und Al Quaida-Kämpfer.

    Moderation der Sendung: Conny Hermann


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