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ZDF-Pressemitteilung
ZDF-Politbarometer 1 im Februar 2002 / Schröder wieder deutlich vor Stoiber
Projektion: Die Grünen unter 5 Prozent - FDP könnte sowohl mit Union als auch mit SPD Regierung bilden

    Mainz (ots) - In der politischen Stimmung in Deutschland kommt die SPD wieder dichter an die Union heran, die FDP legt zu. Die Grünen sind weiter schwach. Die SPD erreicht nach 38 Prozent beim letzten Politbarometer nun 40 Prozent. Die Union geht von 43 Prozent auf 41 Prozent zurück. Die FDP steigt von 8 auf 10 Prozent. Die Grünen erreichen gerade noch 5 Prozent. Die PDS verschlechtert sich von 5 auf 4 Prozent.          Wenn aber am nächsten Sonntag tatsächlich Bundestagswahl wäre, läge die Union noch knapp vor der SPD, die Grünen liegen erstmalig seit der Bundestagswahl 1990 wieder unter 5 Prozent. Die Projektion sieht so aus: SPD 39 Prozent (+1), B'90/Grüne 4 Prozent (-1), CDU/CSU unverändert 40 Prozent, die FDP 8 Prozent (+1), die PDS unverändert 6 Prozent, die anderen Parteien 3 Prozent (-1). Damit könnte die FDP sowohl mit der Union als auch mit der SPD eine Regierung bilden.

    Auf der Liste der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland bleibt
Joschka Fischer auf Platz 1, er bekommt 1.7 (Jan. 1.9), Gerhard
Schröder unverändert 1.5, Angela Merkel jetzt auf Platz 3 mit 1.1
(Jan. 1.2), Wolfgang Schäuble 1.0 (Jan. 0.9) Edmund Stoiber mit
Einbußen 0.8 (Jan. 1.2), Guido Westerwelle unverändert 0.6, Hans
Eichel mit Verlusten 0.5 (Jan. 0.9), Otto Schily verliert noch
deutlicher 0.2 (Jan. 0.7), deutliche Verluste auch für Gregor Gysi
-0.5 (Jan. 0.0), Rudolf Scharping -1.1 (Jan. -1.0).
    
    Auf die Frage, wen hätten Sie lieber als Bundeskanzler, nennen 52
Prozent Gerhard Schröder (+4) und 39 Prozent Edmund Stoiber (-4).
Schröder hat seinen Vorsprung wieder deutlich ausbauen können.
    
    Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter von 6,5
Prozent. Für zu hoch halten 55 Prozent diese Forderung, 3 Prozent für
zu niedrig, 37 Prozent für angemessen. Bei den
Gewerkschaftsmitgliedern unter den Befragten halten 48 Prozent die
Forderung für zu hoch, 3 Prozent für zu niedrig, 49 Prozent für
angemessen, also ein sehr begrenzter Rückhalt selbst bei den
Gewerkschaftsmitgliedern für die Position der IG Metall.
    
    Die Umfragen zum POLITBAROMETER wurden wie immer von der
Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews
wurden in der Zeit vom 4. bis 7. Februar 2002 unter 1.027 zufällig
ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist
repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in ganz
Deutschland. Fehlertoleranz bei den großen Parteien 3 Prozentpunkte,
bei den kleineren rund 1,6 Prozentpunkte.
    
    Das nächste POLITBAROMETER sendet das ZDF am Freitag, 22. Februar
2002, nach dem "heute-journal".
    
    Weitere Informationen zum POLITBAROMETER stehen gegen 19.00 Uhr im
Internet unter www.zdf.de zur Verfügung.
    
    
ots Originaltext: ZDF
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