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ZDF-Pressemitteilung
Katja Lange-Müller als neue Mainzer Stadtschreiberin begrüßt
Literaturpreis von ZDF-Programmdirektor Markus Schächter und Oberbürgermeister Jens Beutel überreicht

    Mainz (ots) - Am Donnerstag, 7. Februar 2002, wurde die
Schriftstellerin Katja Lange-Müller im Mainzer Gutenbergmuseum als
neue Stadtschreiberin von ZDF-Programmdirektor Markus Schächter, vom
Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel sowie von Kulturdezernent Peter
Krawietz begrüßt.
    
    ZDF-Programmdirektor Markus Schächter würdigte die Preisträgerin
als eine Stadtschreiberin par excellence, deren schriftstellerisches
Werk eine sprachlich vielbödige Chronik unserer Zeit sei. "Katja
Lange-Müller hört der Sprache nach, sie schmeckt sie ab wie ein
Gourmet", so Schächter. Mit diesem "Geschmack der Wörter" schildere
sie in ihren Erzählungen die Phantasiewelten so real, dass diese vom
Bildmedium Fernsehen leicht adaptiert werden könnten.
    
    Die Laudatio auf die Preisträgerin hielt der Schriftsteller
Friedrich Christian Delius, der 1997 selbst Mainzer Stadtschreiber
war. Er bezeichnete die Geehrte als "Könnerin der Sprachspiele, der
Worte, der Verknappung".
    
    Katja Lange-Müller, am 13. Februar 1951 als Funktionärskind in
Berlin-Lichtenberg geboren, übersiedelte 1984 nach Westberlin. Ihren
literarischen Durchbruch schaffte sie mit der Erzählung "Kaspar
Mauser - Die Feigheit vorm Freund", für die sie 1986 mit dem
Ingeborg-Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt ausgezeichnet wurde. Die
gelernte Schriftsetzerin und Absolventin des Literaturinstituts
"Johannes R. Becher" machte auch mit den Erzählungen "Verfrühte
Tierliebe" auf sich aufmerksam, für die sie 1995 den
Alfred-Döblin-Preis der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg
erhielt. Zudem wurde ihr Werk unter anderem mit der Berufung zur
Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim, mit dem Berliner Literaturpreis
und der Bobrowski-Medaille ausgezeichnet. Auch ihr Roman "Die
Letzten. Aufzeichnungen aus Udo Posbichs Druckerei", der 2000
veröffentlicht wurde, erfuhr große Zustimmung in der literarischen
Welt.
    
    Der 1984 gestiftete Stadtschreiber-Literaturpreis ist mit 12 500
Euro dotiert und beinhaltet das Wohnrecht in der
Stadtschreiberwohnung im Renaissance-Flügel des Mainzer
Gutenbergmuseums. Gemeinsam mit dem ZDF realisieren die
Stadtschreiber jeweils ein "Elektronisches Tagebuch", das im ZDF
ausgestrahlt wird.
    
    Der Jury gehören an: die Schriftsteller Katja Behrens, Gabriele
Wohmann, Prof. Ludwig Harig, Friedrich Christian Delius, und als
Stadtschreiber 2000/2001 Hanns-Josef Ortheil, für die Stadt Mainz
Kulturdezernent Peter Krawietz, für das ZDF Programmdirektor Markus
Schächter, der Hauptredaktionsleiter Kultur und Wissenschaft Dr. Hans
Helmut Hillrichs, der Leiter der Redaktion Literatur und Kunst, Dr.
Wolfgang Lörcher, der "aspekte"-Chef Dr. Wolfgang Herles,
Literaturredakteur Dr. Thomas Hocke und Dr. Gottfried Langenstein,
Direktor Europäische Satellitenprogramme.
    

    
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