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Mainz (ots) -

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 22.45 Uhr

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Letzte Tage, gute Tage?

Palliativ-Versorgung in Deutschland

Film von Annette Hoth


Ein würdevolles Sterben ohne Schmerzen wünscht sich jeder, doch die 
Realität sieht anders aus. Nun soll die Hospiz- und 
Palliativ-Versorgung in Deutschland per Gesetz ausgebaut werden.

In Hospizen und auf Palliativstationen fehlen tausende Betten, 
schätzen Experten. Nicht einmal jeder Zweite, der Anspruch auf 
ambulante Betreuung zu Hause hat, bekommt sie. Zudem bleiben 
besonders in Pflegeheimen viele Sterbende allein mit ihren Ängsten 
und Schmerzen.

"ZDFzoom" fragt: Wird das neue Gesetz die Hospiz- und 
Palliativ-Versorgung in der Praxis wirklich verbessern? 

Die Autorin besucht unter anderen Menschen am Lebensende. Gerold 
Otten lebt an der Nordsee, in einem Hospiz. Er hat Lungenkrebs. Ein 
letzter Wunsch: noch einmal hinaus aufs Meer zum Angeln. Eine 
Heerschar an Helfern macht es dem Totkranken möglich, mit starken, 
schmerzlindernden Opiaten der Palliativ-Mediziner im Köfferchen, für 
alle Fälle. "Einem Menschen Menschlichkeit schenken", darum gehe es 
am Ende doch, sagt einer von ihnen. Doch Gerold Otten ist einer von 
wenigen, die am Lebensende so gut versorgt sind. 

Auch wenn die Palliativmedizin, spezialisiert auf die körperlichen 
und seelischen Leiden schwerstkranker Menschen, in den vergangenen 
Jahren weit vorangekommen ist: Es gibt noch immer weiße Flecken in 
Deutschland, vor allem auf dem Land. Viele Fachkräfte in Pflegeheimen
sind mit Schmerztherapie und zeitintensiver Sterbebegleitung 
überfordert. Noch immer herrscht Personalnotstand und Ärztemangel auf
dem Land. Wer soll die Menschen dort versorgen? Kann das Gesetz zur 
Stärkung der Hospiz- und Palliativ-Versorgung, das die 
Bundesregierung auf den Weg gebracht hat, dies wirklich ändern? 

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