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ZDF-Pressemitteilung
ZDF-Politbarometer Dezember 2001
Politische Stimmung für SPD verbessert
Angela Merkel hat zugelegt, aber in der Kanzlerfrage weiter klar hinter Edmund Stoiber

    Mainz (ots) - In der politischen Stimmung in Deutschland kann sich
die SPD von 42 Prozent im November auf 44 Prozent verbessern. CDU/CSU
38 Prozent (Nov. 39 Prozent), B'90/Grüne 5 Prozent (Nov. 6 Prozent),
die FDP unverändert 6 Prozent, die PDS unverändert 5 Prozent.
    
    Wenn am nächsten Sonntag tatsächlich Bundestagswahl wäre, würde
die Union im Vergleich zum Vormonat einen Punkt verlieren. Die
Projektion: SPD unverändert 41 Prozent, die Grünen unverändert 5
Prozent, CDU/CSU 37 Prozent (-1), FDP 7 Prozent, PDS 6 Prozent, beide
unverändert zum Vormonat, andere Parteien zusammen 4 Prozent (+1).
Auch im Dezember gilt: Keine klare Mehrheitsverhältnisse im
Bundestag, vorausgesetzt, die Grünen bleiben über 5 Prozent.
    
    Von den zehn wichtigsten Politikern in Deutschland können Angela
Merkel und Gregor Gysi am meisten Ansehen dazu gewinnen
(Durchschnittswerte auf +/- 5-Skala). Auf Platz 1 weiterhin Joschka
Fischer mit 2.3 (Nov. 2.1), Bundeskanzler Schröder unverändert 1.9,
Edmund Stoiber 1.3 (Nov. 1.2), Otto Schily 1.1 (Nov. 0.9), Angela
Merkel 0.9 (Nov. 0.5), Hans Eichel unverändert 0.9, Guido Westerwelle
0.6 (Nov. 0.7), Gregor Gysi 0.3 (Nov. -0.1), Friedrich Merz
unverändert -0.1, Rudolf Scharping -0.6 (Nov. -0.5).
    
    Auf die Frage, wen wollen Sie lieber als Kanzler, sagen, falls
Angela Merkel kandidieren würde, 60 Prozent, Gerhard Schröder (-5)
und 33 Prozent Angela Merkel (+8). Wenn Edmund Stoiber anträte,
nennen unverändert 51 Prozent Gerhard Schröder und 41 Prozent Edmund
Stoiber (+1).
    
    Bei der Gruppe der Befragten, die sich selbst der politischen
Mitte zuordnen, das sind 40 Prozent aller Befragten, fällt der
Abstand zwischen Gerhard Schröder und Edmund Stoiber knapper aus (48
Prozent Schröder / 44 Prozent Stoiber) als in der Gesamtheit. Angela
Merkel liegt auch bei den Wählern der politischen Mitte klar hinter
Gerhard Schröder (Schröder 58 Prozent / Merkel 36 Prozent).
    
    Jetzt zu dem Profil der beiden möglichen Kandidaten, zuerst alle
Befragten:
    
    Wer ist glaubwürdiger? Stoiber 15 Prozent, Merkel 24 Prozent.
    
    Wer ist tatkräftiger? Stoiber 43 Prozent, Merkel 19 Prozent.
    
    Wer ist sympathischer? Stoiber 27 Prozent, Merkel 32 Prozent.
    
    Wer ist eher ein Siegertyp? Stoiber 61 Prozent, Merkel 11 Prozent.
    
    Wer ist kompetenter in Wirtschaftsfragen? Stoiber 31 Prozent,
    Merkel 7 Prozent
    
    Edmund Stoiber führt somit bei Tatkraft, Siegertyp und Wirtschaft.
    Angela Merkel liegt bei Glaubwürdigkeit und Sympathie vorne.
    
    Jetzt das gleiche Profil bei den Anhängern der Union:
    
    Wer ist glaubwürdiger? Stoiber 19 Prozent, Merkel 16 Prozent.
    
    Wer ist tatkräftiger? Stoiber 54 Prozent, Merkel 17 Prozent.
    
    Wer ist sympathischer? Stoiber 33 Prozent, Merkel 26 Prozent.
    
    Wer ist eher ein Siegertyp? Stoiber 65 Prozent, Merkel 8 Prozent.
    
    Wer ist kompetenter in Wirtschaftsfragen? Stoiber 41 Prozent,
    Merkel 5 Prozent.
    
    Damit liegt Edmund Stoiber bei den Unionsanhängern in allen
    Punkten vorn.
    
    Schuld an der Arbeitslosigkeit trägt bei 42 Prozent der Befragten
    die Weltwirtschaft, bei 24 Prozent die Bundesregierung und bei 22
    Prozent die Unternehmen. Weiß nicht, sagen 12 Prozent.
    
    Auf die Frage, wer kompetent bei der Lösung der
    Arbeitsplatzprobleme ist, nennen die SPD 22 Prozent, CDU/CSU 27
    Prozent, Grüne 1 Prozent, FDP 3 Prozent, PDS 2 Prozent, keine der
    Parteien bzw. weiß nicht 45 Prozent.
    
    Auf die Frage, wer kompetent bei der Lösung der wirtschaftlichen
    Probleme ist, nennen 25 Prozent die SPD, 26 Prozent CDU/CSU, 1
    Prozent Grüne, 3 Prozent FDP, 1 Prozent PDS, keine der Parteien
    bzw. weiß nicht 43 Prozent.
    
    Die Umfragen zum Politbarometer wurden wie immer von der
Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews
wurden in der Zeit vom 10. bis 13. Dezember 2001 unter 1254 zufällig
ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist
repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in ganz
Deutschland. Fehlertoleranz bei den großen Parteien 2,7
Prozentpunkte, bei den kleineren rund 1,4 Prozentpunkte.
    
    Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, 18. Januar
2002, nach dem "heute journal".
    
    Weitere Informationen zum Politbarometer stehen gegen 19.00 Uhr im
Internet unter www.zdf.de zur Verfügung.
    
    
ots Originaltext: ZDF
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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