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Bitte aktualisierte Fassung beachten! "Schuften bis zum Schluss"
ZDF-Doku-Reihe "37°" begleitet arme Rentner im reichen Deutschland

Rentnerin Heidi steht stundenlang vor dem heißen Grill. Sie ist auf den Job angewiesen. Von ihrer Rente kann sie nicht leben. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/Enrico Demurray"

Mainz (ots) - Deutschlands Rentner werden immer ärmer: Seit 2003 hat sich die Zahl der Menschen, die Altersgrundsicherung beziehen, fast verdoppelt. Die "37°" - Dokumentation "Schuften bis zum Schluss", die am Dienstag, 14. Juli 2015, 22.15 Uhr, im ZDF zu sehen ist, begleitet arme Rentner, die ums tägliche Überleben kämpfen müssen. Wie lange halten sie noch durch - körperlich und seelisch? Und was ist, wenn sie nicht mehr können?

Heidi Steenbock wohnt schon seit 33 Jahren in ihrer kleinen Wohnung. Die ist mit 557 Euro zu teuer, um noch Grundsicherung zu erhalten. Die Berlinerin müsste in eine günstigere Wohnung ziehen, doch das ist in Berlin kaum möglich. Außerdem möchte sie ihr gewachsenes soziales Umfeld nicht verlieren. Die 66-jährige gelernte Bäckereiverkäuferin hat seit ihrer Jugend gearbeitet, aber wenn sie Miete und Fixkosten bezahlt hat, bleibt zum Leben kaum noch etwas übrig. 50 Stunden im Monat arbeitet sie im Schichtdienst in einer Bäckerei. Wenn große Feste in der Stadt anstehen, brät sie Würstchen in einer Imbissbude.

Hans-Jürgen Baciulis ist fast 70. Der frühere Fachangestellte bei einem Steuerberater lebt auf dem Land bei Hamburg. Eigentlich hatte er gedacht, er könnte einen sorglosen Lebensabend verbringen, doch es kam alles ganz anders. Nun fährt er für ein Taschengeld jeden Sonntag Zeitungen aus. Dafür steht er mitten in der Nacht auf. Der 450-Euro-Jobber macht außerdem im Dorf alle Arbeiten, die anfallen. "Ich habe keine großen Ansprüche", sagt er, "ich trage ohnehin nur Arbeitskleidung".

Wolfgang Hergt, war bis zur Wende in der DDR Ingenieur, danach selbstständiger Versicherungsberater. Beruflich lief es gut, privat er überstand zwei Scheidungen und sorgte für seine drei Kinder. Doch dann musste er für die Pflege seiner Mutter aufkommen. Danach folgte ein Unglück auf das nächste. Heute erhält der 65-Jährige eine monatliche Rente von 799 Euro. Weil das zum Leben nicht reicht, verkauft er als Energieberater Strom- und Gasverträge - ein mühsames Geschäft. Trotzdem ist Wolfgang Hergt auch noch auf die Lebensmittel der Berliner Tafel angewiesen.

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