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"Milliardengrab Atomkraft"/ZDF-Umweltdokumentation "planet e." über die Gefahren des Atommülls und die Planlosigkeit der Politik

Aktivist Peter Dickel von der AG Schacht Konrad bei einer Demonstration Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Boris Mahlau Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/pm/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF"

Mainz (ots) - In ganz Deutschland gibt es kein Atom-Zwischenlager, das als völlig sicher gelten kann. Terroranschläge oder Flugzeugabstürze könnten jederzeit zu einer nuklearen Katastrophe führen. Sicher ist hingegen: Die Lösung des Atommüll-Problems wird den Steuerzahler Milliarden kosten. In der Dokumentation "Milliardengrab Atomkraft" deckt die ZDF-Umweltreihe "planet e." am Sonntag, 28. Juni 2015, 14.45 Uhr, die Gefahren und Widersprüche im Umgang mit dem Atommüll auf und begleitet Menschen, die nach Lösungen für das strahlende Problem suchen.

"planet e."-Autor Björn Platz beginnt die Spurensuche in Jülich. Dort wird gerade ein ehemaliger Versuchsreaktor zurückgebaut. Die Kosten für die Entsorgung des Reaktors und der abgebrannten Brennelemente werden derzeit auf 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Gleich neben dem Jülicher Reaktor steht ein atomares Zwischenlager, in dem 152 Castoren auf ihren Transport warten. Wohin weiß derzeit niemand. Klar ist nur, dass die Behälter mit den abgebrannten Brennelementen nicht in der Halle bleiben dürfen, denn die ist nicht erdbebensicher. Die Atomaufsicht in Nordrhein-Westfalen hat deshalb die "unverzügliche Räumung" angeordnet.

Auch im Zwischenlager Brunsbüttel gibt es Probleme. Ein Gericht hat diesem Zwischenlager die Betriebsgenehmigung entzogen - genau wie in Jülich hat man auch hier Sicherheitsbedenken. Die Richter gaben einer Anwohnerin Recht, die geklagt hatte, das Lager sei nicht ausreichend gegen Abstürze durch große Flugzeuge oder panzerbrechende Waffen geschützt. Andere Zwischenlager in Deutschland, die baugleich sind oder noch weniger Schutz bieten, dürfen ihre Betriebsgenehmigung wahrscheinlich behalten. Sie haben nur deshalb Bestandsschutz, weil niemand rechtzeitig dagegen geklagt hat. Wenn also kein einziges deutsches Atommüll-Lager wirklich sicher ist: Wohin dann mit dem strahlenden Müll?

Ein Endlager für hochradioaktive Stoffe wäre eine wirkliche Lösung. Aber nach dem wird derzeit noch überhaupt nicht gesucht. Stattdessen diskutiert die Endlagersuchkommission in Berlin darüber, wie so ein Endlager überhaupt aussehen sollte. Am Tisch sitzen Kernkraftgegner und die großen Energieerzeuger, Grüne ebenso wie die CDU. Das Ringen um Kompromisse ist zäh, wie eine Lösung aussehen kann, weiß derzeit niemand. Nur eines ist klar: Es wird teuer werden.

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