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ZDF-Pressemitteilung
"WISO" am 3. Dezember 2001 um 19.25 Uhr im ZDF / "WISO": Gesetzliche Kassen erhöhen jetzt und in 2002 wieder
Auch bisher günstige Betriebskrankenkassen müssen erhöhen

Mainz (ots) - Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen müssen auch im kommenden Jahr mit weiteren Beitragserhöhungen rechnen. Diese Einschätzung äußert der AOK-Vorsitzende Rheinland-Pfalz, Walter Bockemühl, gegenüber dem ZDF-Magazin "WISO". Vor dem Hintergrund, dass alle gesetzlichen Krankenkassen sehr klamm seien, dürfe man nicht ausschließen, dass es im kommenden Jahr bei gleichbleibender Kostenentwicklung zu weiteren Beitragssatzerhöhungen komme. Der Kassenvertreter sieht mit der jetzigen Erhöhungswelle nur eine kurzfristige Erleichterung. Die Finanzsituation zwingt die gesetzlichen Krankenkassen zu deutlichen Beitragssatzsteigerungen zum 1. Januar 2002. Nach "WISO"-Informationen müssen auch die meisten der bisher unter 12 Prozent Beitragsatz liegenden Betriebskrankenkassen ihre Beitragssätze jetzt erhöhen. Noch im Dezember sollen in den betroffenen Kassen Verwaltungsratsitzungen stattfinden. Die Erhöhungen liegen zwischen 0,2 und 0,7 Prozentpunkte. Bundesweit bei etwa einem Drittel der 300 Betriebskrankenkassen, die in den vergangenen Jahren deutlich billiger waren, steht ein Plus an. Dadurch erhöht sich der Durchschnittsatz der Betriebskrankenkassen von derzeit 12,7 Prozent voraussichtlich auf 13 Prozent. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP), Ekkehard Bahlo, fordert alle gesetzlich Versicherten auf, nun Preise und Leistungen zu vergleichen. Der Patient müsse sich nicht nur orientieren, was es für Unterschiede in den Beiträgen gibt, sondern auch die Leistungspakete seiner Kasse vergleichen. Ein großer Teil der Leistungen ist zwar gesetzlich geregelt, doch es gibt bei gesetzlichen Krankenkassen auch freiwillige Leistungen wie Akupunktur-Behandlungen und Mütterkuren. Moderator der Sendung: Michael Opoczynski ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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