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"Eltern auf Zeit"
ZDF-"37°"-Dokumentation über Pflegefamilien für hilfsbedürftige Kinder

"Eltern auf Zeit" / ZDF-"37°"-Dokumentation über Pflegefamilien für hilfsbedürftige Kinder
Eine Pflegekind auf Zeit ist immer eine besondere Herausforderung für die Familien. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/pm/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/ZDF/Anabel Münstermann"

Mainz (ots) - "Wenn das Jugendamt anruft, dann ist es wieder so weit." Als so genannte Bereitschaftspflegeeltern nehmen Veronica und Jürgen durch Gewalt- und Missbrauchserfahrung oft schwer traumatisierte Kinder in ihrer Familie auf. Für Wochen und Monate kümmern sie sich dann um diese Kinder. In der "37°"-Dokumentation "Eltern auf Zeit - Wenn Kinder fremde Hilfe brauchen" begleitet Autorin Anabel Münstermann am Dienstag, 2. Juni 2015, 22.15 Uhr, zwei solcher Pflegefamilien für ein halbes Jahr.

Meistens sind es Babys oder Kleinkinder von minderjährigen Eltern, von Drogenabhängigen oder aus Familien, in denen sich niemand um sie gekümmert hat. "Man weiß nie, was einen erwartet. Wir sind auf alles vorbereitet", sagt Veronica. Ab sofort wird sie sich um den drei Wochen alten Marco kümmern. Noch liegt er mit mehrfachen Knochenbrüchen und Hirnblutungen auf der Säuglingsintensivstation. Hat die minderjährige Mutter ihn so zugerichtet? Seit 15 Jahren leben fremde Kinder mit Veronica und ihrer Familie, teilen Festtage und Urlaube. Erst wenn das Jugendamt über den endgültigen Verbleib der Schutzbefohlenen entschieden hat, heißt es Abschied nehmen.

Auch Magda und Horst aus Köln haben sich für die Bereitschaftspflege entschieden. Erst vor einer Woche haben sie Robin verabschiedet. Das Baby kam unterernährt und mit Entzugserscheinungen zu dem Paar - seine Mutter hatte während der Schwangerschaft Drogen konsumiert. Elf Monate später übergeben sie Robin in seine neue Pflegefamilie, die sich nichts sehnlicher als ein Baby wünscht. Manchmal entscheiden die Gerichte aber auch anders, sehen in der Rückführung in die Herkunftsfamilie das Beste für die Kinder. "Dann leide ich am meisten, weil ich ja weiß, wie traumatisiert und verstört sie zu uns kamen", erzählt Magda. Die dreijährige Mira ist seit mehr als einem Jahr bei ihnen. Anfangs völlig verängstigt, ist sie heute ein fröhliches Kind, das die Pflegeeltern "Mama" und "Papa" nennt. Weihnachten sollte sie zurück zu ihrer Mutter gehen, die im Drogenentzug war. Aber die Mutter hat ihre Therapie abgebrochen und sich nicht mehr gemeldet. Noch während Magda und Horst sich über Miras Zukunft den Kopf zerbrechen, werden sie ins Kölner Jugendamt gerufen: Das nächste Kind wartet.

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