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Donnerstag, 22. November 2001, 21.15 Uhr / auslandsjournal mit Dietmar Ossenberg

    Mainz (ots) -          Thema u.a.:     Krieg gegen den Terror: Ist der Irak das nächste Ziel?

    Es gibt Indizien, dass der irakische Diktator Saddam Hussein etwas mit den Anschlägen vom 11. September zu tun haben könnte. Die geheimen Treffen des Terrorfliegers Mohammed Atta mit irakischen Agenten in Prag und der Bericht eines irakischen Dissidenten über terroristische Trainingscamps in der Nähe von Bagdad lassen eine Verwicklung von Saddam Hussein in den Terror gegen Amerika vermuten.          Der Irakische Nationalkongress (INC), eine von Washington geförderte Oppositionsgruppe, hält den Diktator für den eigentlichen Drahtzieher der Anschläge auf New York und Washington. "Der Golfkrieg ist für Saddam Hussein nie zu Ende gegangen. Er befindet sich noch immer mit den USA im Krieg", sagt Sharif Ali, Sprecher des INC-Führungsrates.

    Und auch in Washington agieren auf der politischen Bühne Männer,
für die es noch immer gilt, Saddam Hussein zu besiegen. Richard
Cheney, Paul Wolfowitz und andere haben noch eine Rechnung offen.
Selbst der als gemäßigt geltende US-Außenminister Colin Powell soll
ein Vorgehen gegen den Irak nicht mehr ausschließen.
    
    Immer größer werde in Washington die Fraktion derjenigen, die sich
fragen, ob der Krieg gegen den Terror nicht auch den Irak treffen
muss, so ZDF-Reporter Stephan Merseburger. Für das "auslandsjournal"
sprach er mit einigen dieser expliziten Irak-Gegner. Die
amerikanische Irak-Expertin Laurie Mylroie sagte im Gespräch, dass
der Terrorist Ramzi Yousef, Drahtzieher des Bombenattentats auf das
World Trade Center 1993, tatsächlich ein irakischer Geheimagent sei.
Gestützt wird diese These von James Woolsey, dem ehemaligen CIA-Chef,
den Merseburger ebenfalls in Washington traf.
    
    Die eigentliche Sorge der Amerikaner gilt dem Waffenpotenzial des
Golfstaates. So behauptet Charles Duelfer, der als Angehöriger der
UN-Abrüstungskommission bis 1998 im Irak nach
Massenvernichtungswaffen suchte, dass Saddam Hussein auch weiterhin
biologische und chemische Waffen produzieren kann. Auch die seit
Montag in Genf tagende Überprüfungskonferenz der internationalen
Biowaffen-Konvention wirft dem Irak einen Verstoß gegen das
B-Waffen-Verbot vor.
    Mehr und mehr rückt Saddam Hussein also ins Visier der Kämpfer
gegen den Terror. Ist der Irak ihr nächstes Ziel?
    
    Rückfragen bitte an die ZDF-Redaktion "auslandsjournal", Christian
Dezer, Tel.:06131 / 702984/85 und Karl Hinterleitner, Tel.: 06131 /
702838.
    
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