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Nach den Attentaten von Paris: Frankreichs Vorstädte zwischen Revolte und Religion
ZDF berichtet in "auslandsjournal" und "auslandsjournal - die doku"

Rapstar Alibi Montana setzt sich für die Jugendlichen in den französischen Vorstädten ein Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/pm/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/ZDF/Susanne Freitag"

Mainz (ots) - Die Banlieues bleiben Frankreichs offene Wunde. Das gilt nach den Pariser Attentaten auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" und den koscheren Supermarkt vor drei Monaten noch verstärkt. ZDF-Korrespondentin Susanne Freitag berichtet seit zehn Jahren immer wieder über die schwierige soziale Situation in den vergessenen Vorstädten und blickt am Mittwoch, 8. April 2015, zunächst ab 22.15 Uhr in einem sechsminütigen Beitrag im "auslandsjournal" ("Leben in den Banlieues") auf die ungelösten Probleme als Folge einer verfehlten Integrationspolitik. Ab 0.45 Uhr folgt zum gleichen Thema eine 45-minütige "auslandsjournal - die doku" mit dem Titel "Frankreichs Vorstädte zwischen Revolte und Religion".

Die Dokumentation zeigt auf, wie es in den Banlieues anfangs vor allem um Kriminalität ging, inzwischen aber radikaler Islamismus das beherrschende Thema ist. Die ZDF-Korrespondentin trifft Protagonisten wieder, die sie in den zurückliegenden Jahren bereits für ihre Beiträge und Berichte interviewte. Ihre Gesprächspartner schildern die Probleme der französischen Gesellschaft aus erster Hand. So erhält die Autorin Einblicke, die nur aufgrund ihrer kontinuierlichen Recherche in den französischen Vorstädten möglich sind.

Die verfehlte Integrationspolitik Frankreichs in den vergangenen fünf Jahrzehnten ist die Ursprungsproblematik: Die Banlieues wurden nach dem Algerien-Krieg in Windeseile in die Höhe gezogen - mit entsprechend schlechter Wohnqualität. Zudem wurden dort vor allem Migranten aus Nordafrika angesiedelt, aber auch Gastarbeiter aus anderen Ländern. Susanne Freitag sagt dazu: "Als mit der Weltwirtschaftskrise die große Arbeitslosigkeit hinzukam, wurde deutlich: Da sind Ghettos entstanden, in denen Jugendliche aufwachsen, die sich nie integriert gefühlt haben, weil ihre Eltern schon mit einer Frankreich-Antipathie aus dem Krieg und aus einem kolonisierten Staat kamen. Die erste Generation wurde schlecht integriert; die heutige vierte Generation ist immer noch nicht heimisch geworden. Es wurde versäumt, ein Frankreich-Gefühl zu erzeugen."

Heute kommt ein Teil der französischen Dschihadisten aus den Vorstädten. "Es ist schlimmer geworden", sagt ein Gesprächspartner in der Dokumentation. "Als François Hollande zum Präsidenten gewählt wurde, hatten viele die Hoffnung, dass sich etwas ändert. Aber seit klar ist, dass wieder nichts passiert, ziehen sich alle auf ihre kleine Gruppe oder ihre Religion zurück. Die Stimmung ist nach den Attentaten so schlecht wie noch nie."

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