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Mainz (ots) -

Dienstag, 17. März 2015, 21.00 Uhr

Frontal 21-Dokumentation
Neuer Kalter Krieg?
Was wirklich hinter der Ukraine-Krise steckt

Noch immer toben die Kämpfe in der Ostukraine. Kaum ist ein 
Waffenstillstand ausgehandelt, wird er gebrochen. Und auch die vor 
knapp einem Jahr annektierte Krim kommt nicht zur Ruhe, Kritiker des 
neuen russischen Regimes werden drangsaliert und verfolgt. In der 
ganzen Ukraine ist die humanitäre Lage prekär. Auch in Russland 
selbst hat sich die Lage zugespitzt: Die Währung verfällt, die 
Staatseinahmen sinken im Rekordtempo. Längst geht der Konflikt weit 
über die Ukraine hinaus. Es droht ein neuer Kalter Krieg, in dem sich
Ost und West anscheinend unversöhnlich gegenüber stehen. 

Die "Frontal 21"-Autoren Joachim Bartz und Reinhard Laska sortieren, 
was hinter Propaganda, Säbelrasseln und Sanktionen steckt. Sie 
erkunden die Schauplätze der Krise, waren auf der Krim, in der 
Ostukraine und in Kiew. Sie sprechen mit regionalen Machthabern, 
Separatistenführern, selbsternannten Freiheitskämpfern, aber auch mit
Eltern, die um ihre Söhne bangen. Sie befragen Akteure und Strategen 
in Ost und West, vom Kreml über Berlin bis Washington. 

Die Dokumentation zeigt, die gegenseitigen Schuldzuweisungen haben 
eine Vorgeschichte. Schon vor der Ukraine-Krise hat die NATO eine 
massive Aufrüstung beschlossen, vor allem auf Drängen der baltischen 
Länder und der USA. Mit dem Kreml vereinbarte Rüstungskontrollen 
wurden selbst nach Auffassung deutscher Sicherheitspolitiker 
systematisch unterlaufen, umgangen oder gar nicht erst umgesetzt. 
Umgekehrt sah sich Putins Russland bedrängt und bedroht, rüstete 
gleichfalls massiv auf und schreckte schließlich auch nicht vor der 
Annexion der Krim zurück. Jetzt steigt der Druck auf Obama, Waffen 
nach Kiew zu liefern. Krieg statt Diplomatie. Im Gezerre zwischen Ost
und West versucht sich Deutschland als Vermittler. Doch bislang 
konnte die Bundesregierung nicht verhindern, dass sich eine neue 
Kälte in Europa ausbreitet, während die Ostukraine weiter heiß 
umkämpft wird.
 

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