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"Obdachlose Kinder in Deutschland": "ZDFzoom" begleitet Heranwachsende, die auf der Straße leben

Der Straßen-Jugendliche Greeny übergibt zusammen mit einer Delegation von Straßen-Kindern einen Forderungskatalog an die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Sven Stölting Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für ...

Mainz (ots) - Wie viele Kinder und Jugendliche in Deutschland auf der Straße leben, weiß niemand so genau. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig weist im Interview mit "ZDFzoom" darauf hin, dass man kein Instrument habe, um Kinder und Jugendliche ohne Wohnung erfassen zu können. Die Bundesregierung hat zuletzt 2005 offizielle Zahlen herausgegeben, damals war von 7200 obdachlosen Kindern und Jugendlichen die Rede. Heute gibt es Schätzungen, dass die Zahl der Heranwachsenden ohne festen Wohnsitz zwischen 9000 bis 20 000 liegt.

Am Mittwoch, 17. Dezember 2014, 22.45 Uhr, begleitet "ZDFzoom"-Reporterin Stephanie Gargosch obdachlose Kinder in Deutschland. Sie erlebt mit den Jugendlichen deren eintönigen Alltag und ist dabei, wenn sie ihre Schlafplätze aufsuchen. Sie beobachtet zudem, welche Antworten die Behörden den Hilfsbedürftigen geben. Die Autorin kommt zu dem Befund: "Schwierig ist vor allem, dass es zu lange dauert, bis die Jugendämter helfen. Im Jugendhilfesystem werden die Kinder und Jugendlichen zunächst hin- und hergeschickt und das erhöht die Gefahr, dass das Leben auf der Straße als einzige Lösung gesehen wird."

Der "ZDFzoom"-Film begleitet eine 17-Jährige, deren Überlebensformel für das Leben auf der Straße lautet: "Nicht nass werden und nicht kalt werden." Die junge Obdachlose kommt aus München, lebt aber seit zwei Monaten ohne festen Wohnsitz in Berlin. Sie hat mit 14 ihren ersten Antrag auf Jugendhilfe gestellt. Aber ihr sei nie richtig geholfen worden, klagt sie an.

Der Film macht deutlich, dass die Arbeit von Jugendämtern, Kinderheimen, Notunterkünften und Streetworkern nicht koordiniert wird und die Vernetzung fehlt. Dabei ist bei den Straßenkindern oft Eile geboten: Denn je länger ein Jugendlicher auf der Straße lebt, desto schwieriger ist es, ihn wieder zu integrieren - und damit kostet er die Gesellschaft am Ende viel Geld.

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