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Dienstag, 4. September 2001
ZDF-Morgenmagazin / Buchtipps von Wolfgang Herles

    Mainz (ots) - Am Dienstag, dem 4. September, gibt es im ZDF-Morgenmagazin wieder Buchtipps von und mit Wolfgang Herles. Der Leiter des ZDF-Kulturmagazins "aspekte" hat sechs Neuerscheinungen aus dem Herbstangebot der Belletristikverlage ausgewählt, die er live im Studio um 6.20 und 8.20 Uhr vorstellt.          Mit folgenden Büchern beschäftigt sich Wolfgang Herles:     "Der Lebenslauf der Liebe", der neue Roman von Martin Walser im     Suhrkamp Verlag

    Das Buch des renommierten Schriftstellers ist eine bitterböse
Satire. Die Ehe des Börsenmaklers Edmund Gern und seiner frustrierten
Frau Susi steckt in einer dauerhaften Krise. Er lebt auf großem Fuß,
spekuliert ohne Rücksicht auf Verluste und geht ungeniert fremd. Sie
sorgt als duldsames 'Muttertier' für den Haushalt, pflegt die
behinderte Tochter und versucht das angekratzte Image der Familie zu
retten. Der plötzliche Tod von Edmund ändert alles. Susi Gern mausert
sich zur brillanten Überlebenskünstlerin. Als 68-Jährige findet sie
endlich einen verständnisvollen Mann und zupackenden Liebhaber.
    
    "Der Fall Arbogast", ein Kriminalroman von Thomas Hettche im
      Dumont Verlag

    1953 erregt ein Prozess vor dem Schwurgericht im süddeutschen Grangat öffentliches Aufsehen: Hans Arbogast, ein Gastwirtssohn und Vertreter für Billardtische, wird als 'Lustmörder' zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. Er soll die junge Marie Gurth aus Ostberlin vorsätzlich und brutal umgebracht haben. Die Frage nach seiner Schuld oder Unschuld beschäftigt in den folgenden 14 Jahren Publizisten, Anwälte, unzählige Sachverständige und Gerichtsmediziner aus beiden Teilen Deutschlands. Der Frankfurter Erzähler Thomas Hettche lässt in eindringlichen Szenen diesen beunruhigenden Kriminalfall aus der Nachkriegszeit wieder lebendig werden.          "Baudolino", ein historischer Schelmenroman von Umberto Eco im     Hanser Verlag          Der italienische Star-Autor ist mit seinem jüngsten Buch wieder ins Mittelalter zurückgekehrt. Er hält uns diesmal mit der unglaublichen Lebensgeschichte des Bauernburschen Baudolino in Atem. Sein gewitzter Romanheld aus Alessandria begegnet als Dreizehnjähriger Kaiser Friedrich Barbarossa. Der adoptiert den liebenswerten Schlaumeier sofort. Baudolino begleitet Barbarossa zu den Kreuzzügen ins Heilige Land, studiert in Paris und durchschaut die Machtspiele und Intrigen am Hofe schnell. Bald genießt er das uneingeschränkte Vertrauen Friedrichs und mischt sich mit ausgefallenen Ideen in den Lauf des Weltgeschehens ein.          "Porträt in Sepia", der siebte Roman von Isabel Allende im     Suhrkamp Verlag

    Die chilenische Schriftstellerin erzählt die anrührende Lebensgeschichte der Aurora del Valle. Wohlbehütet und einsam wächst das Mädchen im pompösen Haus ihrer Großmutter in Santiago auf. Ihre Fragen nach den Eltern bleiben unbeantwortet. Als sie mit 13 eine moderne Kamera geschenkt bekommt, ändert sich ihr Leben plötzlich. Fotografieren wird für sie zum Abenteuer und zur Leidenschaft. Sie entdeckt die wirkliche Welt, den chilenischen Alltag, mit ihren Bildern. Gleichzeitig forscht Aurora nach Spuren ihrer Herkunft. Bei einer Reise nach San Francisco begegnet sie ihrem Onkel Lucky Chi'en in Chinatown. Von ihm erfährt sie endlich das Geheimnis ihrer Vergangenheit.          "Harmonia Caelestis", eine Familienchronik von Péter Esterházy im     Berlin Verlag

    Die Esterházys, eine der großen ungarischen Aristokratenfamilien, haben über 500 Jahre lang die europäische Geschichte beeinflusst und geprägt. Péter Esterházy, der jüngste Spross der Familie, legt nun sein Buch über Aufstieg und Fall der legendären Adelssippe vor. Im ersten Teil des Romans gibt der Budapester Autor in kurzen Episoden Auskunft über Vielseitigkeit und Macht der Esterházys in der österreichischen Donaumonarchie. Im zweiten Teil erzählt der 50-Jährige dann vom Schicksal seiner Familie im 20. Jahrhundert, vom schwierigen Leben in der Diktatur. Es ist die Geschichte von Enteignung, Aussiedlung und Verarmung. Péter Esterházy wurde für seinen Roman mit zwei bedeutenden ungarischen Literaturpreisen ausgezeichnet.          "Parlando", der neue Roman von Bodo Kirchhoff in der Frankfurter     Verlagsanstalt

    Karl Faller, der Held dieses Buches, erwacht im Krankenhaus.
Jemand hat ihn in der Neujahrsnacht neben einer erstochenen Frau
niedergeschlagen Seine Fingerabdrücke sind auf der Tatwaffe zu
finden. Der Drehbuchautor gerät unter Mordverdacht. Die
Staatsanwältin Suse Stein kann trotz wiederholter
Selbstbezichtigungen die Unschuld des Verdächtigen beweisen. Nach der
Untersuchungshaft verlässt Karl Faller kurz entschlossen Frankfurt.
Endlich will er sich mit der bisher verdrängten Geschichte seiner
Kindheit auseinandersetzen. Mit leidenschaftlicher Neugier erkundet
er das außergewöhnliche Leben seines Vaters, der ihn in den Wirren
der Studentenbewegung früh verlassen hatte und später mit
literarischen Stadtführern berühmt wurde.
    
    
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