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ZDF-Politbarometer Extra Europa Mai 2013
Weiterhin geringes Interesse an der Europawahl
In der Schlussphase wenig Bewegung bei der Wahlabsicht - AfD bei 7 Prozent

Mainz (ots) - Wenige Tage vor der Europawahl zeichnet sich aufgrund des geringen Interesses an dieser Wahl erneut eine niedrige Wahlbeteiligung ab. Auf der Zielgeraden verlieren CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke jeweils leicht, während die AfD zulegen kann.

Politbarometer-Projektion: 
Wenn schon jetzt Europawahl wäre, dann käme die CDU/CSU auf 37,5 
Prozent (minus 0,5 im Vergleich zur vergangenen Woche) und die SPD 
auf 26,5 Prozent (minus 0,5). Die Grünen erreichten nur noch 10 
Prozent (minus 1), die FDP läge bei 3,5 Prozent (plus 0,5) und die 
Linke bei 7,5 Prozent (minus 0,5). Etwas verbessern würde sich die 
AfD mit 7 Prozent (plus 1), auch die anderen Parteien würden in der 
Summe auf 8 Prozent (plus 1) zulegen. Aufgrund der Stichprobengröße 
von Umfragen ist für die kleinen Parteien unterhalb von 3 Prozent 
keine Ausweisung einzelner Werte möglich. (Europawahl 2009: CDU/CSU 
37,9 Prozent, SPD 20,8 Prozent, Grüne 12,1 Prozent, FDP 11,0 Prozent,
Linke 7,5 Prozent, andere Parteien zusammen 10,8 Prozent).

Große Unsicherheit, ob und wen man wählen will:
Insgesamt geben diese Zahlen lediglich das Stimmungsbild für die 
Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für
den Wahlausgang am kommenden Sonntag dar. Bis dahin kann es für die 
verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge 
noch zu Veränderungen kommen. Zudem geben lediglich 50 Prozent (plus 
3) aller Wahlberechtigten an, sicher zu sein, dass und wen sie wählen
wollen. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl waren sich drei Tage 
vor der Wahl 66 Prozent sicher, dass und wen sie wählen wollen.

Geringes Interesse an der Europawahl:
Der Wahlkampf ist sehr spät und nur schleppend in Gang gekommen und 
das Interesse der Wahlberechtigten an der Europawahl weiterhin 
relativ gering: Lediglich 40 Prozent (plus 2) geben jetzt an, dass 
sie sich für die Europawahl sehr stark oder stark interessieren, 59 
Prozent (minus 3) äußern lediglich geringes oder überhaupt kein 
Interesse.  

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 21. bis 22. Mai 2014 bei 1248 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte.

Die Ergebnisse wurden am Donnerstag, 22. Mai 2014, innerhalb des ZDF "heute-journals" präsentiert.

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