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"auslandsjournal - die doku: Die Kinder von Aleppo"
ZDF-Dokumentation von Marcel Mettelsiefen über die jüngsten Opfer des syrischen Bürgerkriegs

Mainz (ots) - Sie bauen mit dem Vater Bomben im Schuppen, statt zur Schule zu gehen. Sie leben auf der Flucht und in ständiger Angst vor dem Tod. Für die syrischen Kinder sind die Folgen des Bürgerkriegs, der mittlerweile ins vierte Jahr geht, nur schwer begreiflich und schwer traumatisierend. In "auslandsjournal - die doku: Die Kinder von Aleppo" zeigt Autor Marcel Mettelsiefen am Mittwoch, 26. März 2014, 0.45 Uhr, den erschreckenden Alltag von Kindern in der umkämpften Stadt Aleppo.

Im Mittelpunkt des Films steht die 13-jährige Helen, die mit ihrer Familie nur 100 Meter von der Kampfzone entfernt lebt. Der Vater ist Kommandant der Freien Syrischen Armee. Gemeinsam mit ihren beiden jüngeren Schwestern Sara und Farah und dem ein Jahr älteren Bruder Mohammed versucht sie, zwischen Luftangriffen und Gefechten eine Normalität des Alltags aufrecht zu erhalten, die geradezu surreal wirkt. "Ich will, dass meine Geschwister glücklich sind, dass sie Kinder sein können", sagt Helen, während sie ihre Geschwister in einem Hausflur unterrichtet. Schulen gibt es nicht mehr, nur selten können sie das Haus verlassen, weil vor der Tür die Kämpfe toben. Regelmäßig schlagen Granaten ein, ständig sind Gewehrsalven zu hören.

Ein anderes, ebenso unglaubliches Beispiel für eine Kindheit im syrischen Bürgerkrieg ist die Geschichte des zwölfjährigen Jungen Aboude, dessen Lebensinhalt es geworden ist, als Trommler und Sänger Demonstrationszüge anzuführen.

Für seine Berichterstattung aus Syrien wurde Marcel Mettelsiefen 2013 mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnet. Der Journalist hat seit Beginn des Bürgerkriegs insgesamt 15 Mal das Land bereist und dabei das Vertrauen vieler Menschen gewonnen. Nur so wurde es möglich, eine solch intime Dokumentation zu filmen. Für den Film "Aleppo - Die geteilte Stadt", der im April vergangenen Jahres im "auslandsjournal - die doku" gesendet wurde, war Marcel Mettelsiefen für den Grimme-Preis 2014 nominiert.

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