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Dienstag, 11. März 2014, 20.15 Uhr
ZDFzeit: Wie gut ist die sanfte Medizin?

Mainz (ots) -

Dienstag, 11. März 2014, 20.15 Uhr

ZDFzeit
Wie gut ist die sanfte Medizin?
Alternative Heilmethoden auf dem Prüfstand

Die medizinische Versorgung der Deutschen ist besser als je zuvor; 
dennoch wächst die Skepsis gegenüber der "Schulmedizin" - und die 
Sehnsucht nach alternativen Heilmethoden. Viele Patienten fürchten 
die seelenlose Apparate-Medizin, misstrauen der Pharma-Industrie und 
suchen ihr Heil in vermeintlich sanfteren Therapien. Aber wie sanft 
ist die "Sanfte Medizin" wirklich? 

Gingko gegen Vergesslichkeit, Beinwell gegen Rückenschmerzen, 
Johanniskraut gegen Depressionen: Die Natur hat scheinbar für - oder 
gegen - alles ein Kraut. Das zumindest wollen wir gerne glauben. 
Pflanzliche Präparate sind ein Verkaufsschlager: 1,5 Milliarden Euro 
setzen deutsche Apotheken jährlich mit solchen meist rezeptfreien 
Arzneien um. Aber wie viel hat das noch mit der Romantik von 
Wildwiesen und Klostergärten zu tun? 

Globuli statt Chemie - allen Einwänden der Naturwissenschaft zum 
Trotz setzen Millionen Deutsche auf Homöopathie. Aber wer von den 
vielen Anhängern weiß auch, welche Grundstoffe dahinterstecken? 
Längst haben sich auch ehemals exotische Heilverfahren auf dem heiß 
umkämpften Gesundheitsmarkt etabliert: Neben Heilpraktikern wenden 
zunehmend auch Ärzte traditionelle chinesische Medizin an, immer mehr
Krankenkassen übernehmen die Kosten für Osteopathen oder Yogakurse. 

Im Dschungel der Fachbegriffe fühlen sich viele Patienten ziemlich 
verloren. Die Dokumentation "Wie gut ist sanfte Medizin?" bietet 
praktische Hilfe, indem zum Beispiel die erstaunlichen Unterschiede 
zwischen Naturheilkunde und Homöopathie erklärt werden. Außerdem gibt
es Tipps zum Kräutersammeln und zur Herstellung eigener Hustenbonbons
nach einem Rezept aus dem Mittelalter. 

Aber sind wirklich alle Naturheilverfahren so unschädlich? Kann es 
überhaupt Wirkung ohne Nebenwirkungen geben? Der Arzt und Comedian 
Dr. Eckart von Hirschhausen geht mit "Wunderheilern" und ihren 
Versprechen teilweise hart ins Gericht. Im ZDF-Interview verrät er, 
warum er trotzdem auch das Unerklärliche für wichtig hält und die 
dogmatische Trennung von Alternativ- und Schulmedizin ablehnt. 

"ZDFzeit" zeigt kaum bekannte Tatsachen aus den scheinbar 
verfeindeten Welten der Medizin: Tatsächlich sind in den meisten 
herkömmlichen Medikamenten aus der Pharma-Fabrik auch natürliche 
Grundsubstanzen erhalten. Andererseits erweisen sich viele beliebte 
traditionelle Heilmittel in wissenschaftlichen Tests als völlig 
wirkungslos. Oder sie geraten in die Kritik, weil z.B. chinesische 
Heilkräuter aus dem Asiamarkt mit Pestiziden belastet sind. 

Aber worauf kommt es dann an, wenn man sich mit traditioneller 
chinesischer Medizin wirklich etwas Gutes tun will? Wie wichtig ist 
es für den Heilungserfolg, dass wir uns als Patient ernst genommen 
und verstanden fühlen? Reichen die durchschnittlichen neun Minuten 
pro Patient beim Hausarzt für eine angemessene Behandlung? Wie 
kompetent sind die deutschen Heilpraktiker? Nehmen sie sich wirklich 
mehr Zeit und betrachten ihre Patienten "ganzheitlich"? "ZDFzeit" hat
Heilpraktiker auf die Probe gestellt - mit einem verblüffenden Test 
durch eine junge Schauspielerin, die ein Leiden simuliert. 

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