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ZDF-Pressemitteilung
ZDF-Politbarometer Juni 2001
Nach PDS-Debatte in Berlin: Die Union gewinnt im Westen, verliert aber deutlich im Osten

Mainz (ots) - In der politischen Stimmung in ganz Deutschland ändert sich wenig, die SPD liegt wie im Mai bei 42 Prozent, ebenso unverändert die Grünen mit 6 Prozent, CDU/CSU verbessert sich leicht auf 37 Prozent (Mai 36 Prozent) und die FDP verliert deutlich von 10 Prozent im Mai auf 7 Prozent im Juni. Die PDS verbessert sich leicht von 3 Prozent im Mai auf 4 Prozent im Juni. Der Ost-West-Vergleich zeigt dagegen große Veränderungen. Die SPD verliert im Westen 1 Prozent, aber gewinnt im Osten 5 Prozent hinzu. Die CDU/CSU gewinnt im Westen 4 Prozent, verliert aber im Osten 8 Prozent. Die FDP verliert 2 Prozent im Westen. Die PDS legt im Osten 5 Prozent zu. Da der Osten nur rund ein Fünftel der Wähler stellt, neutralisieren sich die Veränderungen bei den Volksparteien weitgehend. Wenn am nächsten Sonntag tatsächlich Bundestagswahl wäre, ergäbe sich das gleiche Bild wie im Mai: SPD 41 Prozent, B'90/Grüne 5 Prozent, CDU/CSU 36 Prozent, FDP 8 Prozent, PDS 5 Prozent, andere Parteien 5 Prozent. Damit hätte Rot-Grün keine Mehrheit. Falls es nach der Neuwahl in Berlin zu einer Beteiligung der PDS im Senat käme, finden das 19 Prozent aller Deutschen "gut", 45 Prozent "nicht gut" und 31 Prozent wäre das "egal". Im Ost-West-Vergleich ein anderes Bild: Im Westen fänden es nur 13 Prozent "gut", 50 Prozent "schlecht" und 31 Prozent wäre das "egal". Im Osten dagegen fände es die relative Mehrheit, nämlich 42 Prozent, "gut", "schlecht" sagen 22 Prozent und "egal" wäre das 32 Prozent. Falls es zur Beteiligung der PDS an der nächsten Bundesregierung käme, finden das insgesamt 17 Prozent "gut", 58 Prozent "schlecht", 20 Prozent wäre das "egal". Erneut große Unterschiede zwischen Ost und West: "Gut", sagen im Westen nur 11 Prozent, "schlecht" 65 Prozent, "egal" 19 Prozent. Im Osten sagen "gut" 41 Prozent, "schlecht" 31 Prozent, "egal" wäre das 23 Prozent. Auf der Liste der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland liegt Gerhard Schröder verbessert an der Spitze mit 1.9 (Mai 1.7). Deutlich verbessert Joschka Fischer auf Platz 2 mit 1.9 (Mai 1.5), Renate Künast unverändert 1.2, Hans Eichel verbessert 1.2 (Mai 1.0), Edmund Stoiber verbessert 1.0 (Mai 0.8), Guido Westerwelle 0.7 (Mai 0.8), Angela Merkel unverändert 0.5, Rudolf Scharping 0.3 (Mai 0.2), Friedrich Merz mit Einbußen -0.4 ( Mai -0.2), Jürgen Trittin -0.9 (Mai -1.0). Für Edmund Stoiber als Kanzlerkandidat sind bei den Unionsanhängern immer mehr Befragte: 56 Prozent im Juni (Mai 54 Prozent). für Angela Merkel votieren nur noch 16 Prozent (Mai 22 Prozent). Im direkten Vergleich mit Bundeskanzler Schröder bleiben die Abstände weitgehend gleich. Gegen Angela Merkel käme Gerhard Schröder auf 60 Prozent (Mai 58 Prozent), Angela Merkel auf 31 Prozent (Mai 30 Prozent). Gegen Edmund Stoiber käme Gerhard Schröder auf 53 Prozent (Mai 52 Prozent) und Edmund Stoiber unverändert auf 38 Prozent. Immer mehr Deutsche glauben, dass es mit der Wirtschaft in Deutschland abwärts geht. Im April sagten das noch 22 Prozent, im Mai 31 Prozent, im Juni 42 Prozent. Diesen Trend gibt es seit Herbst letzten Jahres, aber er hat sich in den letzten drei Monaten deutlich verstärkt. Die Umfragen zum POLITBAROMETER wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 18. bis 21. Juni 2001 unter 1.237 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben, für den Ost-West-Vergleich wurde der Osten auf 807 Befragte aufgestockt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in ganz Deutschland. Fehlertoleranz bei den großen Parteien 2,7 Prozentpunkte, bei den kleineren rund 1,4 Prozentpunkte. Das nächste POLITBAROMETER sendet das ZDF am Freitag, dem 20. Juli 2001, nach dem "heute-journal". Weitere Informationen zum POLITBAROMETER stehen gegen 19.00 Uhr im Internet unter www.zdf.msnbc.de zur Verfügung. ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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