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ZDF-Pressemitteilung
"Vergöttert und verschmäht"
Film über Marlene Dietrich schließt ZDF-Reihe "Hitlers Frauen" ab

Mainz (ots) - "Der Führer will, dass Sie nach Hause kommen", lautete die Botschaft eines Abgesandten, als der deutsche Weltstar Marlene Dietrich in den USA Erfolge feierte. "Niemals", ließ sie wissen, werde sie für die Nazis die propagandistische Frontfrau machen. Konsequent wie sie war, kämpfte sie ihren Krieg gegen Hitler: als singende und tanzende Stimmungskanone der US-Truppenbetreuung. Dass sie in der Uniform der Sieger in das ruinierte Heimatland zurückkehrte, haben ihr viele nicht verziehen. Als sie 1960 ihr Berlin erneut besuchte, gab es Protestdemonstrationen. Dennoch wollte sie am Ende in der alten Heimatstadt begraben werden. In ihrem letzten Interview erklärte sie knapp, warum sie Hitler bekämpfte: "aus Anstandsgefühl". Günther Klein und Matthias Unterburg porträtieren am Mittwoch, 13. Juni 2001, 20.15 Uhr im ZDF "Marlene Dietrich - Die Gegnerin". Die Autoren haben Filmmaterial in internationalen Archiven entdeckt, das Marlene Dietrichs Mitwirkung am Krieg gegen Hitler dokumentiert. Bis vor kurzem geheimgehaltene Akten beweisen ihre Beteiligung an geheimen Propagandaoperationen. Guido Knopp, Leiter und Initiator von "Hitlers Frauen", setzte den Film über Marlene Dietrich bewusst ans Ende der Dokumentarreihe, die sechs symptomatische Lebenswege zwischen Mitwirkung und Ablehnung, Anpassung und Widerstand zeigt: "Marlene Dietrichs Lebensweg steht als Symbol für jene Frauen, die sich Hitlers Bann entziehen konnten. Trotz verlockender Angebote, ihre Karriere in Deutschland fortzusetzen, wiederstand sie Hitlers Werben - und bekämpfte ihn mit ihren Mitteln." Die ersten fünf Filme über "Eva Braun - Die Freundin", "Magda Goebbels - Die Gefolgsfrau", "Leni Riefenstahl - Die Regisseurin", "Winifred Wagner - Die Muse" und "Zarah Leander - Die Sängerin" stießen beim Fernsehpublikum auf große Resonanz. Im Schnitt interessierten sich 4,26 Millionen Zuschauer für die bald auch in den USA gezeigten Filme. Das entspricht einem Marktanteil von 16,4 Prozent. Zum Abschluss der Reihe stehen Guido Knopp und Günther Klein für Interviews zur Verfügung. Termine können unter 06131-70-2020 oder -2021 vereinbart werden. ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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