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ZDF-Pressemitteilung
ZDF-Politbarometer Mai 2001
FDP und Guido Westerwelle im Aufwind
Union verliert

    Mainz (ots) - In der politischen Stimmung in Deutschland verliert die Union drei Prozentpunkte, die FDP dagegen kann sich um 4 Prozentpunkte verbessern und kommt damit auf ihr bestes Ergebnis seit März ´91.

    Die SPD erreicht im Mai unverändert 42 Prozent, die CDU/CSU 36
Prozent (April 39 Prozent), Bündnis '90/Grüne 6 Prozent (April 7
Prozent), FDP 10 Prozent (April 6 Prozent), PDS unverändert 3
Prozent.
    
    Wenn am nächsten Sonntag tatsächlich Bundestagswahl wäre, ergäbe
sich folgendes Bild: SPD unverändert 41 Prozent, Bündnis ´90/Grüne 5
Prozent (-1), CDU/CSU 36 Prozent (-2), FDP 8 Prozent (+2), PDS
unverändert 5 Prozent, andere Parteien 5 Prozent (+1). Damit wäre die
Frage der parlamentarischen Mehrheit im Bundestag weiter offen,
allerdings hätten SPD und FDP eine rechnerische Mehrheit.
    
    Auf der Liste der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland ist
Guido Westerwelle der Aufsteiger des Monats. Trotz der konstant guten
Werte für die SPD verzeichnen die Regierungsmitglieder fast
durchgehend schlechtere Noten, die der Union können sich halten oder
leicht verbessern.
    
    Auf Platz 1 Gerhard Schröder mit 1.7 (April 1.9), Joschka Fischer
1.5 (April 1.6), Renate Künast 1.2 (April 1.5), Hans Eichel 1.0
(April 1.2), Edmund Stoiber 0.8 (April 0.7), Guido Westerwelle 0.8
(April 0.2), Angela Merkel unverändert 0.5, Rudolf Scharping 0.2
(April 0.3), Friedrich Merz - 0.2 (April - 0.5), Jürgen Trittin -1.0
(April -1.3).
    
    Die FDP soll sagen, mit wem sie regieren will, meinen 59 Prozent.
Sie kann die Koalitionsfrage offen halten, sagen nur 24 Prozent. Nach
Meinung von 47 Prozent unserer Befragten würde die FDP am liebsten
mit der Union eine Regierung bilden, 28 Prozent meinen, mit der SPD
und 25 Prozent wissen es nicht.
    
    Auf die Frage, wer Kanzlerkandidat der Union werden soll, sagen 37
Prozent Edmund Stoiber (April 32 Prozent), 23 Prozent nennen Angela
Merkel (April 24 Prozent) und 38 Prozent wollen sich nicht
entscheiden (April 40 Prozent).
    
    Innerhalb der Unionsanhänger sprechen sich für Edmund Stoiber 54
Prozent (April 49 Prozent) aus, für Angela Merkel unverändert 22
Prozent.
    
    In direktem Vergleich mit Bundeskanzler Schröder erreicht Merkel
30 Prozent (April 28 Prozent), Schröder 58 Prozent (April 60
Prozent). Wenn aber Edmund Stoiber antreten würde, käme Schröder auf
52 Prozent (April 57 Prozent) und Stoiber auf 38 Prozent (April 33
Prozent). Edmund Stoiber legt also deutlich zu.
    
    Auf die Frage, wer ist eher Schuld an den Benzinpreiserhöhungen
der letzten Wochen, sagen 34 Prozent die Ölkonzerne, 34 Prozent der
Staat und 28 Prozent beide gleich.
    
    Von der am letzten Freitag verabschiedeten Rentenreform kann die
Regierung bisher nicht profitieren. Nur 18 Prozent beurteilen die
Reform als gut, 26 Prozent lehnen sie eher ab, aber die deutliche
Mehrheit von 56 Prozent antwortet, sie können die Rentenreform nicht
beurteilen.
    
    Die Umfragen zum Politbarometer wurden wie immer von der
Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews
wurden in der Zeit vom 14. bis 17. Mai 2001 unter 1.266 zufällig
ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist
repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in ganz
Deutschland. Fehlertoleranz bei den großen Parteien 2,7
Prozentpunkte, bei den kleineren rund 1,4 Prozentpunkte.
    
    
    Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, dem 22. Juni
2001, nach dem "heute-journal".
    
    Weitere Informationen zum Politbarometer stehen gegen 19.00 Uhr im
Internet unter www.zdf.msnbc.de zur Verfügung.
    
    
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