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ZDF-Programmhinweis
Freitag, 27. April 2001, 22.15 Uhr
aspekte / Moderation: Wolfgang Herles

    Mainz (ots) -

    Schlagzeilen:

    Buddha in Basel - die Schweiz zeigt die wichtigste Sammlung tibetischer Kunst       Kohls Waschmaschine - das neue Kanzleramt in Betrieb     Zwischen Genie und Göbbels - die Karriere des Gustaf Gründgens als Drama     Der Prinz und die Rothaut - die Expeditionen eines frühen Indianerforschers          Themen:          Buddha in Basel - die Schweiz zeigt die wichtigste Sammlung tibetischer Kunst  

    Am 7. Mai wird der Dalai Lama im Baseler Museum der Kulturen eine der bedeutendsten Ausstellungen in diesem Jahr eröffnen: "Tibet - Buddhas, Götter, Heilige". In einem dreidimensionalen Mandala begegnen dem Besucher die wichtigsten Persönlichkeiten des tibetischen Buddhismus: entrückte Dichter, gestrenge Lehrmeister, große Politiker und zaubernde Mystiker. Eine große Anzahl von Kultgegenständen soll den Zugang zur spirituellen Welt des tibetischen Buddhismus erleichtern: Objekte, die nicht nur durch ihre Ästhetik beeindrucken. Sie verkörpern auch die religiöse Identität des tibetischen Volkes und haben damit eine politische Dimension. Sie sind Ikonen der Selbstbestimmung gegen koloniale Anmaßung.     

    Kohls Waschmaschine - das neue Kanzleramt in Betrieb

    Mächtig wie einst sein Bauherr Helmut Kohl, präsentiert sich das neue Kanzleramt in Berlin. Der Architekt Axel Schultes hat seine liebe Not mit dem Bauwerk und seinem Bauherrn; südländische Atmosphäre wollte er in den märkischen Sand zementieren. Ist das gelungen ? Wolfgang Herles begeht mit dem Architekten kurz vor Einzug von Bundeskanzler Schröder den Bau.     

    Zwischen Genie und Göbbels - die Karriere des Gustaf Gründgens als Drama

    Der Außenseiter auf der Einladungsliste zum diesjährigen Theatertreffen ist Werner Fritsch und sein Stück "Chroma - Farbenlehre für Chamäleons". Eine Aufführung des Staatstheaters Darmstadt in der Regie von Thomas Krupa. Sie zeigt Gustaf Gründgens, den genialen  Schauspieler und genialen Opportunisten, der in seiner Todesstunde von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Seine Rollen überfallen ihn, er kann sich nicht von ihnen befreien.  Er ist zur Schauspielerei verdammt. Unfähig, Verantwortung in der Wirklichkeit zu tragen.  - Eine Parabel über die Korrumpierbarkeit des Mediums Theater? - Kein schlechter Auftakt für Deutsachlands renommiertestes Theaterfestival.               Der Prinz und die Rothaut - die Expeditionen eines frühen Indianerforschers

    Als der deutsche Naturforscher Maximilian Prinz zu Wied ab 1832 zwei Jahre lang den oberen Missouri bereiste, war er einer der ersten, der die dort lebenden Indianer wirklich kennen lernte. Der Schweizer Maler Karl Bodmer hielt den Aufenthalt bei den Mandan und ihrem charismatischen Häuptling Mato Tope in eindrucksvollen Stichen fest. Ihr gemeinsamer Reisebericht in Wort und Bild wird jetzt wieder neu aufgelegt. Der Indianer-Klassiker fasziniert noch heute, weil die beiden weder dem Mythos des edlen Wilden erlagen, noch dem Gegenteil, dass nur ein toter Indianer ein guter Indianer sei. Erstaunlich hellsichtig warnte der Prinz vor der Zerstörung ihrer Stammeskultur. Das Linden-Museum in Stuttgart dokumentiert in einer Ausstellung die traurige Geschichte der Stämme nach jener Reise. Durch Krankheiten fast ausgerottet und durch Christianisierung und Verlust ihrer Gebiete ihrer Werte beraubt, bemühen sich die Indianer jetzt um ein neues Selbstverständnis.

    In dem Beitrag erzählen zwei Stammesangehörige, wie sie ihre
Kultur retten wollen.
    
    
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