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ZDF-Pressemitteilung
Auftaktsendung von "Frontal 21" am Dienstag, 3. April 2001, 21.00 Uhr
Neue Gefahr durch verbotene Tierarzneien: ZDF-Magazin deckt illegalen Handel auf

Mainz (ots) - Nach Recherchen des neuen ZDF-Magazins "Frontal 21" werden in der Tiermast verbotene Wachstumsförderer in großem Stil aus China nach Deutschland geschmuggelt. Die verbotenen Wachstumsförderer sind nach Aussage von Experten beim Menschen krebserzeugend. Verbraucherministerin Renate Künast, Bündnis 90/Die Grünen, sagte gegenüber dem ZDF, dass künftig Bauern und Tierärzte stärker kontrolliert werden sollen: "Wir wollen sicherstellen, dass in Zukunft nur das Tier, das krank ist, behandelt wird und werden deshalb eine Rechtsverordnung erlassen", kündigte Künast gegenüber "Frontal 21" an. Die "Frontal 21"-Reporter gingen als Chemikalienhändler getarnt mit versteckter Kamera auf Einkaufstour. Eine Importfirma in Bremen offerierte gleich mehrere hundert Kilogramm verbotener Wachstumsförderer in Form von Rohchemikalien. Die Firmenchefin bot an, die verbotenen Wachstumsförderer über den Hafen Rotterdam einzuschleusen. Der Präsident der Bundestierärztekammer, Professor Günter Pschorn, sagte zu diesem Beispiel gegenüber dem ZDF: "Das Angebot dieser Firma zielt eindeutig darauf ab, die Wachstumsförderer, die europaweit verboten sind, über den Substanzenmarkt wieder einzuschleusen und illegal über die Futtermittel wieder an die Tiere zu bringen." Andere Lieferanten schickten sogar per Post verbotene Wachstumsförderer an die vermeintlichen Kunden, um sie zum Kauf anzubieten. In der Einfuhr solcher Rohsubstanzen sieht Professor Wolfgang Löscher von der Tierärztlichen Hochschule Hannover eine neue Dimension der Verbrauchergefährdung: "Wenn eine solche Substanz jetzt völlig ungeprüft und unkontrolliert als Rohchemikalie zum Einsatz kommt, ist das natürlich ein Worst-case-Szenario, nämlich eine krebserzeugende Substanz gelangt in Lebensmittel", sagte Löscher gegenüber dem ZDF. Verbraucherministerin Renate Künast sprach sich gegenüber "Frontal 21" für eine schärfere Kontrolle der Handelswege aus: "Das löst bei mir als Erstes eines aus, dass wir einmal flächendeckend und genau angucken müssen, wie sind eigentlich die Wege, wenn diese Stoffe aus Osteuropa oder weiter aus Asien kommen", sagte Künast. Um den illegalen Einsatz von Tierarzneimitteln zu bekämpfen, will Künast in Zukunft Bauern und Tierärzte mit Hilfe einer neuen Rechtsverordnung strenger kontrollieren. Danach müssen Bauern und Tierärzte in Zukunft in einem "Stallbuch" jede Einzelheit des Medikamenten-Einsatzes dokumentieren. "Dort ist genau geregelt, was anzugeben ist durch die Bauern und Tierärzte, welche Krankheiten das Tier hatte, welche Tiere behandelt wurden", sagte die Ministerin. Damit solle ein Stück mehr Transparenz und Verbraucherschutz hergestellt werden. Moderation: Theo Koll Für Rückfragen zum Thema "verbotene Tierarzneien" steht Autor Herbert Klar unter 030/20991291 zur Verfügung. Für Interviews zum neuen Magazin "Frontal 21" steht Redaktionsleiter Claus Richter am Montag, 2. April 2001, und am Dienstag, 3. April 2001 unter 030/20991250 zur Verfügung Fotos von den "Frontal 21"-Moderatoren sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 - 706100, und über http://bereitstellung.zdf.de/versand/frontal21 ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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