ZDF

ZDF-Programmhinweis
Samstag, 31. März 2001 - Sonntag, 1. April 2001

    Mainz (ots) -     Samstag, 31. März 2001, 17.45 Uhr          mach mit     Moderation: Stephan Greulich          Porträt des behinderten Cartoonisten Philipp Hubbe     Behinderte Menschen als Anlass für Witze und humoristische Zeichnungen - das ist immer noch eine Gratwanderung. "mach mit" porträtiert den selbst an Multiple Sklerose erkrankten Künstler in Magdeburg, um mehr über die Motivation und Hintergründe seiner Arbeit zu erfahren.          Modedesignerin Lucie Carrasco     Sie ist erst 19 Jahre "jung" und bereits Modedesignerin. In Paris eigentlich nichts Ungewöhnliches. Die Rede ist von Lucie Carrasco, die seit ihrer Geburt an Muskelatrophie leidet und im Rollstuhl sitzt. Obwohl die Ärzte ihr vor drei Jahren vorausgesagt haben, dass sie nur noch zwei Jahre leben werde, hat sie noch zahlreiche Pläne für die Zukunft.          Porträt Verein Movado     Mit dem Zollstock in Berlin unterwegs - so registriert der Verein Movado seit acht Jahren Barrieren für Rollis. Der ambitionierte Verein feierte bereits sein achtjähriges Bestehen. Vom Stammsitz in der Weißenseer Langhansstraße 64 aus operieren die Mitarbeiter des Vereins in ganz Berlin. Ein Ergebnis: die Mobitat - eine Internet-Datenbank für Rollstuhlfahrer.          Gewinner der Aktion Mensch- Lotterie: ZDF-text 195 und im Internet unter:     www.aktion-mensch.de     

    Sonntag, 1. April 2001, 12.47 Uhr          blickpunkt          Bahnposse - Aussteigeverbot in Magdeburg     Seit Jahren klagt Magdeburg über die schlechten Bahnverbindungen von und nach Berlin. Wer nach dem Kino- oder Theaterbesuch zurück in die 130 Kilometer entfernte sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt möchte, hat keine Chance. Nachtzüge gibt es schon, die halten auch in Magdeburg, nur aussteigen darf man dort nicht. Auch die Interregio-Verbindungen sollen nach dem Willen der Bahn reduziert werden. Nur wenn sich das Land an den Kosten beteiligt, wird diese Entscheidung rückgängig gemacht - aber erst einmal nur für ein halbes Jahr.          Kandidatenkür - wer kommt nach Biedenkopf?     Wer soll Ministerpräsident Kurt Biedenkopf im Jahr 2003 als Spitzenkandidat nachfolgen? Über diese Frage ist die CDU im Lande tief zerstritten. Die Parteibasis fühlt sich in der Debatte vom Landesvorstand übergangen. Am Wochenende will man miteinander ins Gespräch kommen. Doch profilierte Kandidaten sind nach zehn Jahren Biedenkopf-Herrschaft rar.

    Die SPD hat ähnliche Probleme: Bei der Oberbürgermeisterwahl in Dresden wird sie sich - mangels eigener Alternativen - sogar auf überparteiliche Kandidaten einlassen: Wolfgang Berghofer mit SED-Vergangenheit oder der aus der FDP stammende Ingolf Rossberg sind im Gespräch.

    Gibt es Parallelen in beiden Fällen? Dazu ein Live-Interview mit dem Dresdener Politikwissenschaftler Professor Werner Patzelt.          Kraftakt - in Meiningen wird Richard Wagners "Ring" aufgeführt     Ist es mutig oder doch eher gewagt? Das Theater in Meiningen will - nach zwei Jahren Probezeit - Richard Wagners "Ring des Nibelungen" auf die Bühne bringen. Ein monumentales Werk, vier Abende lang, ohne Unterbrechung. Sänger, Bühnenbauer, Statisten, Kostümschneider - alle schuften ohne Unterlass. Die Premiere an Ostern ist längst ausverkauft. Der 'blickpunkt' schaut schon vorab hinter die Kulissen.          Moderation: Stefan Raue   

    Sonntag, 1. April 2001, 18.15 Uhr
    
    ML Mona Lisa
    Vergessene Schicksale
    
    Das Elend des tschetschenischen Volkes oder der Bürgerkrieg in
Algerien, Aidskranke in Afrika oder der Kampf der italienischen
Justiz gegen die Mafia, das alles waren Ereignisse, die einmal die
Nachrichten beherrschten, aber längst wieder aus dem Blickfeld des
öffentlichen Interesses verschwunden sind. Die Schicksale der
betroffenen Menschen stehen stellvertretend für die Tragik eines
ganzen Landes oder Volkes:
    
    Algerien: Die Opfer des Terrors
    Vor genau acht Jahren wurde der Ehemann von Zora Flici von
Terroristen ermordet. Laadi Flici ist eines von mehr als 120 000
Opfern in Algerien, die in den vergangenen neun Jahren von
islamischen Fundamentalisten umgebracht wurden. Seine Frau Zora hat
den Verlust nur überwunden, weil sie inzwischen mit ihrer
Organisation "Opfer des Terrorismus" vielen anderen Betroffenen
hilft. Und diese Hilfe ist dringend nötig, denn nach wie vor fallen
jeden Tag aufs neue unschuldige Menschen dem brutalen und völlig
sinnlosen Terror zum Opfer.
    
    Tschetschenien: Ein Volk wird vertrieben und vergessen
    150.000 Flüchtlinge aus Tschetschenien leben derzeit in Lagern,
Zelten oder sogar Ställen im Nachbarland Inguschetien, vertrieben von
russischem Militär. Sie haben versucht, den harten Winter zu
überstehen. Die Menschen kämpfen um ihr Überleben. Besonders die
Kinder leiden. Hilfsorganisationen brauchen dringend Unterstützung,
aber die Weltpolitik, so scheint es, hat die Tschetschenen vergessen.
    
    Uganda: Erfolgsprogramm gegen AIDS
    Straight Talk ist das einzige Aufklärungsradio in Uganda und
kämpft gegen das Verschweigen von AIDS. In einem Kontinent, in dem
Sex ein Tabuthema ist, aber ganze Bevölkerungsschichten an HIV
sterben, ist Aufklärung schwierig, aber dringend notwendig. Uganda
ist Vorbild und betreibt mit Erfolg eine offensive
Aufklärungspolitik. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern
geht die Infektionsrate langsam zurück.
    
    Italien: Der Kampf gegen die Mafia
    Paolo Borsellino war Staatsanwalt und wurde Anfang der 90er Jahre
von der Mafia ermordet. Seither hat sich das Leben für seine
Schwester Rita Borsellino geändert. Seit Jahren geht sie an Schulen,
erinnert an ihren Bruder und warnt vor der Gefahr der Mafia, die
vergessen scheint. Auch für Letizia Battaglia, Fotografin, Verlegerin
und Stadträtin von Palermo, gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Seit
30 Jahren hat sie alle Morde der Mafia fotografiert und ihr durch die
Fotos ein Gesicht gegeben. Die Mafia heute, sagt sie, hat ihre Hände
überall mit im Spiel. Sie ist nur diskreter geworden, arbeitet nicht
mehr mit Blut und ist deshalb aus den Schlagzeilen verschwunden.
    
    Deutschland: Die Stasi zerstörte mein Leben
    Als junge Juristin geriet Eva-Maria Poster in der DDR ins Visier
der Stasi, weil sie nicht mit dem geltenden Recht einverstanden war.
Sie verlor ihre Richterstelle. 1977 sieht sie schließlich keine
Zukunft mehr für sich in der DDR und reist in den Westen aus. Aber
auch dort wurde sie weiter von der Stasi beobachtet. Beruflich konnte
Eva-Maria Poster nie mehr Fuß fassen. Sie sieht den Grund dafür in
der Tatsache, dass sie auch beim baden-württembergischen
Landesverfassungsschutz gespeichert war. Seit der Wende kämpft sie um
eine Entschädigung.
    
    Moderation: Conny Hermann
    
    Sonntag, 1. April 2001, 19.10 Uhr
    
    Berlin direkt
    
    "Grüne"-Woche - im Studio: Kerstin Müller
    
    Krankenkasse: gute Besserung!
    
    
ots Originaltext: ZDF
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