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ZDF-Pressemitteilung
Lebensmittel aus Abfällen: "ZDF.umwelt" deckt eklatante Verbrauchertäuschungen auf

    Mainz (ots) - Erdbeeraroma aus Sägespänen, Meeresfrüchte aus
Abfällen zusammengemixt, Cocktailkirschen aus künstlichen Farbstoffen
- die deutsche Lebensmittelindustrie arbeitet mit allerlei
Rezepturen, von denen die Verbraucher nichts ahnen. "ZDF.umwelt"
startet am Sonntag, 11. März 2001, 13.15 Uhr eine Reihe, in der die
eklatantesten legalen und illegalen Verbrauchertäuschungen aufgedeckt
werden.
    
    Beispiel Meeresfrüchte: 75 Prozent der Lebensmittel in Deutschland
werden industriell gefertigt, dazu gehören auch Shrimps und andere
"Meeresfrüchte". Unter dem Namen "Surimi" erobert schon seit Jahren
erstaunlich günstiges Fischfleisch den Markt. Viele
Meeresfrüchtecocktails werden aus diesem Mus minderwertiger Fische
oder aus Abfällen der Fischerei-Industrie hergestellt. Das Material
wird zunächst vermahlen, danach mit Bindemitteln und
Lebensmittelfarbe angereichert, schließlich wird das Ganze in eine
neue Form gepresst und fertig ist der "Meeresfrüchtesalat". Gleiches
gilt auch für Tintenfischringe, die zu handelsüblichen Ringen geformt
und paniert werden. Der Verbraucher kann die Täuschung nicht
erkennen, weil häufig der entsprechende Hinweis auf das Imitat fehlt.
    
    "ZDF.umwelt" rät: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Shrimps
und Co. mit Panzer bzw. Schalen kaufen. Bei verarbeiteten Produkten
empfiehlt es sich, genau auf die Zutatenliste und speziell auf die
Bezeichnung "Surimi" zu achten.
    
    Beispiel Fruchtfleisch-Imitat: Dazu zählen die fruchtig-roten
Cocktailkirschen, die häufig in Früchtecocktails und auf lecker
zubereiteten Brothäppchen zu finden sind. Die intensive rote Farbe
kommt nicht von ungefähr: Es ist der Farbstoff Erythrosin, der den
Kirschen das leuchtende Aussehen verleiht. Auf der Verpackung wird
der Farbstoff mit der kurzen Formel E 127 rot gekennzeichnet. Von
Amts wegen ist der Farbstoff ungiftig, aber er ist nicht
unbedenklich: Der künstliche Stoff hat in Tierversuchen zu
krebsartigen Veränderungen geführt.
    
    Weitere Beiträge des ZDF-Umweltmagazins am 11. März: eine
filmische Reise durch die russische Republik Jakutien und das
Servicethema "Stromfresser Stand-by-Geräte". Es moderiert Volker
Angres.
    
    Die Reihe über Etikettenschwindel und Verbrauchertäuschungen bei
Lebensmitteln wird fortgesetzt - in "ZDF.umwelt" am 25. März.
    
ots Originaltext: ZDF
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