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ZDF-Pressemitteilung
Preußenjubiläum im ZDF
300 Jahre Gloria und Größenwahn?

    Mainz (ots) - Vor genau 300 Jahren, am 18. Januar 1701, setzte
sich Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg, in Königsberg die
Königskrone aufs Haupt. Fortan durfte er sich "König in Preußen"
nennen, und im wiedervereinigten Deutschland wurde deshalb jetzt das
Preußenjahr ausgerufen.
    
    Den runden Geburtstag eines Landes, das gar nicht mehr existiert,
nimmt das ZDF zum Anlass, um sich kritisch mit Preußen auseinander zu
setzen: Am Sonntag, 14. Januar 2001, 22.55 Uhr, beleuchten Ingo
Hermann und Jens-Peter Behrens in ihrer Dokumentation "Gloria und
Größenwahn - Mythos Preußen" die Geschichte des Hohenzollernstaates
und stellen unbequeme Fragen zur Gegenwärtigkeit eines Landes, das
"als Träger des Militarismus und der Reaktion" 1947 endgültig
aufgelöst wurde. Preußen - geopfert von denen, die seine Ideale
verraten haben? Verurteilt zum Untergang von denen, die voller
Größenwahn jedes Maß verloren haben? In kurzen Statements kommen
Menschen zu Wort, für die Preußen eine Frage wert ist. Unter anderen
Freya von Moltke, Hans Georg von der Marwitz, Julius Schoeps, Gregor
Gysi, Manfred Stolpe und Wolf Jobst Siedler.
    
    Am Mittwoch, 17. Januar 2001 lädt das ZDF "nachtstudio" mit seiner
100. Ausgabe zur "langen Nacht der Langen Kerls": Auftakt ist eine
Gesprächsrunde zum Thema "Wo liegt Deutschland?" Von 23.15 bis 0.15
Uhr diskutiert Volker Panzer mit Bundesaußenminister Joschka Fischer,
den Historikern Joachim C. Fest und Heinrich August Winkler sowie der
Publizistin Cora Stephan über die weitreichenden politischen Folgen
der Gründung des Königreichs Preußen für Deutschland und Europa und
was davon noch heute spürbar ist.
    
    Nach "heute nacht", von 0.30 bis 2.05 Uhr, geht es im
"nachtstudio" in einer Gesprächsrunde und mit Einspielfilmen um den
Geist Preußens: Wie preußisch sind die Deutschen noch heute? Werden
preußische Tugenden eine Renaissance erleben? Hat das Bild vom
modernen und gleichzeitig reaktionären Preußen noch heute Bestand?
Was blieb außer den Legenden? Fragen, die Volker Panzer unter anderen
mit dem Politologen Christian Graf von Krockow, mit der
Schriftstellerin Katja Lange-Müller, der Publizistin Cora Stephan und
Johannes Willms, Journalist und Historiker, erörtert.
    
    Die Preußennacht im ZDF wird um 2.05 Uhr mit David Wittenbergs
Film "Friedrich II. von Preußen - Die große und die kleine Welt"
fortgesetzt, in dem das Porträt einer Zeit gezeichnet wird, in der
außer den wirtschaftlichen, militärischen und politischen
Entwicklungen mit der Aufklärung auch eine bedeutende
geistesgeschichtliche Komponente hinzutritt. Anschließend begeben
sich Carola Wittrock und Andreas Goerke auf literarische Spurensuche:
"Theodor Fontane - Stationen eines Lebens" heißt ihr Film, den das
ZDF ab 2.50 Uhr zeigt. Das Dokumentarspiel "Otto von Bismarck - der
ewige Kanzler" von Jens Dücker und Viktor Stauder beschließt um 3.35
Uhr die "Preußen-Nacht" im ZDF.
    
    Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 -
706100, und über http://bereitstellung.zdf.de/versand/preußen
    
ots Originaltext: ZDF
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