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Dienstag, 16. Januar 2001, 22.45 Uhr
Die ZDF-dokumentation
Die Landschaft stirbt im Supermarkt

Mainz (ots) - Vom Kampf um bessere Zeiten berichtet Hans-Jürgen Haug BSE, der Rinderwahn, hat die Nation aufgeschreckt. Jetzt soll Verbraucherschutz wichtiger werden als die Profite der Agrarindustrie. Der Kanzler sagt: "Das Umdenken hat von der Ladentheke her zu geschehen." Es müsse wieder nachvollziehbar werden, woher die Nahrungsmittel kommen und wie sie produziert werden. Neu ist die Erkenntnis nicht. Schon seit vielen Jahren kämpfen Bürgerinitiativen gegen eine Politik, die Großbetriebe fördert und kleine Bauernhöfe sterben lässt. Bisher kennt der Konzentrationsprozess kaum Grenzen. Molkereien fusionieren, Schlachthöfe verschwinden, die Wege werden immer weiter. Ganze Regionen verarmen. Handwerksbetriebe und Einzelhandelsgeschäfte machen dicht. Der Mittelstand verliert seine Existenz. Artensterben gibt es nicht nur in der Natur. Die billigen Preise der Supermärkte fördern die Massentierhaltung und zerstören die Landschaft. Am Beispiel der Stadt Feuchtwangen und der Initiative "Artenreiches Land, lebenswerte Stadt" zeigt die Dokumentation von Hans-Jürgen Haug, wie mühsam der Kampf für die Region ist. Wo die großen Konzerne global die Märkte beherrschen, baut die Initiative auf die Vernunft der kurzen Wege: Müssen Schweine und Rinder wirklich auf lange Transporte geschickt werden, bevor sie unters Messer kommen? Schmecken Produkte, die in unmittelbarer Nachbarschaft angebaut werden, vielleicht doch besser, als das Treibhausgemüse aus der Ferne? Ganz abgesehen von den Umweltschäden, die durch den immensen Energieverbrauch entstehen, mit dem viele Waren um den halben Erdball transportiert werden. Es ist noch nicht lange her, da wurden die Regionalinitiativen als bedeutungslos abgetan. Jetzt stehen sie beinahe im Zentrum der politischen Überlegungen. So eröffnen Krisen auch Chancen. Für Ihre Fragen und Interviews steht der Autor Hans-Jürgen Haug gern zur Verfügung: Telefon 06131 - 705520. ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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