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Freitag, 12. Januar 2001, 22.15 Uhr
aspekte

    Mainz (ots) -          Freitag, 12. Januar 2001, 22.15 Uhr          aspekte          Gefangen in der Eishölle - das dramatische Scheitern einer großen     Polarexpedition          Kaiser Wilhelms letztes Schloss - ein Erbe Preußens in Polen          Der rechte Ton - Dirigent Christian Thielemann  weckt böse Geister          Wissen für die Ewigkeit - die steinerne Bibliothek chinesischer     Mönche          Gefangen in der Eishölle - das dramatische Scheitern einer großen     Polarexpedition

    Über ein vergessenes Drama, die aufwändige kanadische Polarexpedition von 1913, hat die amerikanische Autorin Jennifer Niven ein eindrucksvolles Buch geschrieben, "Packeis". Niven erzählt die Geschichte der letzten romantischen Arktisreise, deren glimpfliches Ende vom Tod vieler Expeditionsteilnehmer überschattet wurde. Monatelang treibt der Schoner "Karluk" im Packeis, bis der couragierte Kapitän Bartlett die Überlebenden seiner Mannschaft aus der Eishölle befreit. Zuvor hatte der Expeditionsleiter Stefansson seine Kameraden im Stich gelassen. Eine Parabel über Ehrgeiz, Macht und Überlebenswillen.          Kaiser Wilhelms letztes Schloss - ein Erbe Preußens in Polen     Die Geschichte des Schlosses Posen als wechselvoll zu beschreiben, wäre grobe Untertreibung. Als letzte Residenz der Preußen 1910 für Kaiser Wilhelm II. erbaut, fiel es nach dem ersten Weltkrieg an Polen. Nach der Besetzung Polens durch die Nazis baute Speer das Innere der neoromanischen Trutzburg im Stil der Hitler-Reichskanzlei um. Das Schloss wurde zum Aufbewahrungsort für Himmlers großes SS-Archiv, außerdem hielt Himmler hier am 4. Oktober 1943 seine berüchtigte Rede auf der SS-Gruppenführertagung, die die Vernichtungspolitik gegenüber den Juden rechtfertigte.

    Heute gehen junge Polen ziemlich lässig mit der schwierigen
Historie um, Posen ist zum Multi-Kulti-Schloss geworden, in dem
Kunstausstellungen und Töpferkurse ebenso ihren Platz haben wie
Auftritte von "Pyjama Porno", der polnischen Entsprechung der "Toten
Hosen".
    
    Der rechte Ton - Dirigent Christian Thielemann weckt böse Geister
    Ein Dirigent wirbelt Staub auf. Der bekennende Preuße Christian
Thielemann ist manchen zu deutsch, anderen zu pathetisch oder zu
unmodern. Der Spezialist für politisch anrüchige Komponisten wie
Pfitzner und Strauss polarisiert die Klassikgemeinde. Jetzt ist er
wieder im Rennen um den Posten des Generalmusikdirektors an der
Deutschen Oper. aspekte fragt: Wer ist Christian Thielemann?
    
    Wissen für die Ewigkeit - die steinerne Bibliothek chinesischer
Mönche
    Im Jahre 616 fasst der buddhistische Mönch Jingwan im berühmten
Wolkenheimkloster, 80 Kilometer südlich von Peking, einen kühnen
Entschluss. Er will das Wissen der Welt für die Zeit nach dem -
erwarteten - Weltuntergang bewahren. Um das Vermächtnis der
buddhistischen Mönche der Nachwelt zu hinterlassen, wählt er das
sicherste und billigste Material : Stein.  Generationen setzen seine
Arbeit fort. Über fünf Jahrhunderte entsteht eine steinerne
Bibliothek aus 15 000 massiven Steinplatten.
    
    Erst vor wenigen Jahren kamen die Platten wieder ans Licht. Jetzt
werden sie systematisch erforscht.
    
ots Originaltext: ZDF
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