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Freitag, 17. November 2000, 22.20 Uhr
aspekte

Mainz (ots) - Freitag, 17. November 2000, 22.20 Uhr aspekte Moderation: Luzia Braun Ein fettes Geschenk - Niki de Saint Phalles Lebenswerk in Hannover Preußens Gloria - der "Alte Fritz" verdrängt Recht und Freiheit "Hamlet" in Manhattan - jetzt als Filmheld unter Finanzhaien Rettung vor Hitler - England bewahrte 10 000 jüdische Kinder vor der Ermordung durch die Nazis Goldrausch und Bücherjagd - die größte bibliographische Sammlung der Welt in Dublin Ein fettes Geschenk - Niki de Saint Phalles Lebenswerk in Hannover Mit ihren Nanas wurde sie weltberühmt. Zu ihrem 70. Geburtstag macht die rebellische Komtesse nun der Stadt, in der ihre knallbunten, üppigen Plastik-Matronen einst heftig attackiert wurden, ein phantastisches Geschenk: Mehr als 300 ihrer Kunstwerke aus allen Schaffensperioden. Ab dem 19. November werden sie unter dem Titel "La Fete" im Sprengel Museum Hannover ausgestellt. Preußens Gloria - der "Alte Fritz" verdrängt Recht und Freiheit Runderneuert reitet der Preußenkönig wieder Unter den Linden. Frisch restauriert glänzt sein Reiterstandbild mitten auf Berlins Vorzeige-Boulevard. Doch das Comeback hat Folgen: Eine Video-Installation gleich gegenüber mit den Neon-Lettern "Einigkeit - Recht - Freiheit" soll weichen, weil sie angeblich die Wirkung des Denkmals beeinträchtigt. Eine Glosse. "Hamlet" in Manhattan - jetzt als Filmheld unter Finanzhaien Hamlet ist auch ein Filmheld - 43 Verfilmungen gibt es schon, jetzt folgt die 44. Und die zeigt überzeugend, wie modern der klassische Held sein kann. Manhattan statt Dänemark - der faule Staat ein Großkonzern, in dem Gier und Intrigen herrschen. Niemand wagt es, die Wahrheit auszusprechen - außer Hamlet, dem Sohn des ermordeten Vorstandsvorsitzenden. Gegen die abgefeimte Verlogenheit der Business-People kämpft er mit der Kamera. Hamlet - ein sentimental-verrückter Video-Freak, der gegen mörderischen Zynismus kämpft. Rettung vor Hitler - England bewahrte 10 000 jüdische Kinder vor der Ermordung durch die Nazis In den neun Monaten vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs organisierte Großbritannien eine Aktion des Mitleids, die beispiellos war. Während fast alle anderen Länder sich weigerten, Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland aufzunehmen, rettete England über 10 000 jüdische und andere verfolgte Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei. Der bewegende Dokumentarfilm "Kindertransport" erinnert jetzt an dieses wenig bekannte Kapitel des Dritten Reiches. Bei Nacht und Nebel wurden die Flüchtlingskinder in ein fremdes Land verschickt. Sie kamen in Pflegefamilien und -heimen unter, und die meisten von ihnen haben ihre Eltern nie wiedergesehen. Im Film kommen Kinder von damals, aber auch ihre Retter, Eltern und Pflegeeltern zu Wort. Ihre Geschichten berichten von Mut und Verzweiflung, von Entschlossenheit und Entwurzelung der Kinder, die bei der Aufarbeitung des Holocaust nur selten erzählt wurden. Goldrausch und Bücherjagd - die größte bibliographische Sammlung der Welt in Dublin Ein Selfmade-Man und Multimillionär bescherte seiner Wahlheimat Irland einen einzigartigen Kulturschatz. Sein Vermögen macht der exzentrische Chester Beatty Anfang dieses Jahrhunderts im Wilden Westen, in den Goldminen von Colorado. Zehn Jahre später ist er steinreich und wendet sich seiner zweiten Leidenschaft zu: dem Sammeln von Büchern und Manuskripten. Auf der ganzen Welt jagt er ihnen nach. In den 50er Jahren schenkt er seine Sammlung dem irischen Staat und zieht mit 35 Tonnen Kunst nach Dublin. Doch erst in diesem Frühjahr bekam die Sammlung ein eigenes Haus. Die Ausstellung in Dublins Castle gilt als das Juwel Irlands. Es ist die reichste Kollektion ihrer Art mit bibliographischen Schätzen aus zwei Jahrtausenden. Zu sehen sind z.B. der Paulusbrief (180-200 n. Chr.), islamische Kalligraphien und kunstvolle Illuminationen. "aspekte" stellt das Lebenswerk Beattys vor und trifft auch eine adelige Dame, die den charismatischen Chester Beatty noch kannte. ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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