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Franz Beckenbauer erhält Hans-Rosenthal-Ehrenpreis 2010

Mainz (ots) - Franz Beckenbauer erhält in diesem Jahr den mit 10 000 Euro dotierten Hans-Rosenthal-Ehrenpreis für sein großes soziales und humanitäres Engagement. Die Auszeichnung wird am Samstag, dem 9. Oktober 2010, im Rahmen einer festlichen Veranstaltung mit geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft in Landau in der Pfalz verliehen. Die Laudatio hält der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck.

Mit einstimmigem Votum entschied sich die Jury unter Vorsitz von ZDF-Intendant Markus Schächter in diesem Jahr für Franz Beckenbauer. Er ist nach Karlheinz Böhm (2003), Ingeborg Schäuble (2004), Christina Rau (2005), "Ein Herz für Kinder" (2006), Veronica Ferres (2007), "Schüler helfen Leben" (2008) und Peter Maffay (2009) der achte Träger des Hans-Rosenthal-Ehrenpreises, der seit 2003 jährlich von der Hans-Rosenthal-Stiftung und dem Verein "Aktion Hilfe in Not" an Personen oder Institutionen vergeben wird, die sich in herausragender Weise und uneigennützig für Not leidende Menschen einsetzen.

Die 1987 gegründete Stiftung knüpft damit an das Engagement des beliebten ZDF-Showmasters Hans Rosenthal ("Dalli-Dalli") an, der neben seiner Tätigkeit als TV-Moderator für die Lösung sozialer Probleme eintrat und mit der Aktion "Dalli-Dalli-hilft" zahlreiche hilfsbedürftige Menschen unterstützte.

Der am 11. September 1945 in München geborene Franz Beckenbauer gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten und kann auf eine außergewöhnliche Karriere zurückblicken. Seine beiden größten Erfolge waren die Gewinne der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 als Mannschaftskapitän und der WM 1990 als Teamchef.

Doch dem in der Öffentlichkeit häufig als "Der Kaiser" und "Lichtgestalt des deutschen Fußballs" bezeichneten Beckenbauer ist auch soziales und humanitäres Engagement sehr wichtig. Er ist dankbar dafür, dass ihn sein Los auf die Sonnenseite des Lebens geführt hat. Für dieses Glück wollte er nach seinem Abschied als aktiver Sportler etwas zurückgeben: An Menschen, mit denen das Schicksal nicht so großzügig umgegangen ist, an körperlich und geistig behinderte Menschen, an solche, die unverschuldet in Not geraten sind. Deshalb hat er 1982 die Franz-Beckenbauer-Stiftung gegründet und mit einem Kapital von 1 Million DM ausgestattet.

Sie hat das Ziel, Bedürftigen finanziell und beratend zu helfen. Die Hilfe erfolgt unbürokratisch, schnell und zielgerichtet. Alle Hilfen werden aus den Erträgen des Stiftungskapitals finanziert, dazu kommen Spenden von Persönlichkeiten und Institutionen, die sich der Idee verbunden fühlen. Weitere Quellen sind Reinerlöse von sportlichen oder gesellschaftlichen Veranstaltungen, die von Sponsoren organisiert werden. Schwierige und aufwändige Hilfsvorhaben werden in Zusammenarbeit mit Partnern bzw. anderen gemeinnützigen Organisationen durchgeführt. Um die Franz-Beckenbauer-Stiftung zu einer dauerhaften Einrichtung zu machen, wurde bindend festgelegt, dass das Grundkapital erhalten bleiben und nach kaufmännischen Gesichtspunkten angelegt werden muss.

Bis heute ist Franz Beckenbauer unermüdlich für sein Lebenswerk im Einsatz.

Der Hans-Rosenthal-Ehrenpreis wird in Würdigung der Persönlichkeit des 1987 verstorbenen Fernsehmoderators und Quizmasters ("Dalli-Dalli") sowie zur Erinnerung an sein Werk verliehen. Hans Rosenthal war es schon aufgrund seiner eigenen Geschichte wichtig, dass selbstlose und mutige Personen Anerkennung finden. Er selbst verdankte sein Überleben während des Holocausts zwei fremden Frauen, die unter Lebensgefahr mit ihm ihre Lebensmittel teilten und ihn so am Leben erhielten. Später war es Hans Rosenthal selbst ein Anliegen, Not leidenden Menschen zu helfen, unter anderem mit der Aktion "Dalli-Dalli-hilft", in deren Nachfolge die Hans-Rosenthal-Stiftung gegründet wurde.

Sichtbares Zeichen der Auszeichnung mit dem Ehrenpreis ist eine Plastik des international renommierten Künstlers Prof. Gernot Rumpf aus Neustadt an der Weinstraße: ein Pelikan als Symboltier der Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe.

Mitglieder der 17-köpfigen Jury sind: die TV-Journalistin Sabine Christiansen, der Deutsche Bank-Chef Dr. Josef Ackermann, der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Kurt Beck, die Olympiasiegerin Katarina Witt, die Designerin Jette Joop, der Stiftungsvorsitzende Gert Rosenthal, die Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer, BILD-Chefredakteur Kai Diekmann, Focus-Chefredakteur Helmut Markwort, ZDF-Intendant Prof. Markus Schächter, SWR-Intendant Peter Boudgoust, BASF-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Eggert Voscherau, die Schauspielerin und Moderatorin Désirée Nosbusch, RHEINPFALZ-Chefredakteur Michael Garthe, BUNTE-Chefredakteurin Patricia Riekel, Europa-Park-Chef Roland Mack sowie der Initiator des Hans-Rosenthal-Ehrenpreises und Sprecher der Jury, Patrick Weiß.

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