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ZDF-Dokumentation "Die Weggeworfenen" gewinnt 62. Prix Italia

Mainz (ots) - Der Prix Italia 2010 in der Kategorie "Spezialpreis für Sendungen, die den sozialen Wandel beeinflussen", geht an die ZDF-Dokumentation "Die Weggeworfenen - Geschichte einer Abschiebung (Erstsendung 17. Dezember 2008, Redaktion im ZDF: Christian Dezer).

Der bereits mehrfach ausgezeichnete Film von Lutz Ackermann, Anita Blasberg und Marian Blasberg zeichnet das Porträt der Familie Kpakou, die nach 13 Jahren Aufenthalt in Deutschland nach Togo abgeschoben wurde. Die Familie war Anfang der 90er Jahre vor einer brutalen Diktatur in Togo in die Bundesrepublik geflohen. Die Kinder wuchsen hier auf und kannten nicht viel mehr als den kleinen Fachwerkort Cölbe bei Marburg. Eines Morgens um fünf Uhr standen Polizisten in der Wohnung. Sie gaben der Familie eine halbe Stunde Zeit, um ihre Koffer zu packen. Mit dem ersten von Deutschland organisierten europäischen Sammelabschiebeflug wurde ein Teil der Familie zurück nach Afrika gebracht; nur der Vater durfte bleiben.

Der Prix Italia gilt als bedeutendste internationale Auszeichnung für Radio, Fernsehen und Internet und wird in diesem Jahr zum 62. Mal vergeben. Öffentlich-rechtliche und private Radio- und Fernsehstationen aus 48 Ländern sind Partner und ständige Mitglieder des Prix Italia. Die Organisation und die Geschäftsführung liegen bei der italienischen Rundfunkanstalt RAI.

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