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Bestimmen Ölmultis die amerikanische Politik?
ZDF-Dokumentation über Ursache und Folgen der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko

Mainz (ots) - Fünf Monate nach dem Brand der BP-Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko berichtet ZDF-Korrespondentin Heike Slansky über die Folgen der Katastrophe, aber auch über die Ölkonzerne und ihre politischen Verstrickungen. Die Dokumentation "Schmierige Geschäfte", die am Mittwoch, 22. September 2010, 0.35 Uhr, im ZDF gesendet wird, beschäftigt sich unter anderem mit folgenden Fragen:

Wie sehr bestimmen die Ölmultis die amerikanische Politik? Warum hat die US-Regierung keine vernünftigen Sicherheitskonzepte verlangt? Mit welchen Methoden schaffen es die Konzerne, ihre Interessen durchzusetzen? Und: Wie sicher sind eigentlich Tiefseebohrungen? Die Dokumentation "Schmierige Geschäfte" ist auch das Protokoll einer Katastrophe, die zu verhindern gewesen wäre.

Seit der Explosion am 20. April 2010, zirka 70 Kilometer vor der Küste von Louisiana, mag den BP-Managern nichts mehr richtig gelingen. Die Notfallpläne waren zumeist nach kurzer Zeit hinfällig, die Angaben über das wahre Ausmaß der Katastrophe mussten regelmäßig korrigiert werden, und das Krisenmanagement des Konzerns trieb die Administration von US-Präsident Barack Obama zur Weißglut.

Fassungslos beobachtet Amerika, wie BP die Katastrophe herunterspielt und Politiker bis hin zum Präsidenten zögerlich reagieren und offenkundig nicht Herren der Lage sind. Noch immer steht nicht bis ins Detail fest, wie es zu diesem Desaster kommen konnte. Die Anhörungen im Kapitol bringen allerdings eine bedrückende Vorgeschichte ans Licht. Mangelhafte Aufsicht und schlechte Sicherheitssysteme waren kein Zufall. Vielmehr sind sie wohl das Ergebnis eines zu engen Verhältnisses zwischen Kontrolleuren und Kontrollierten. Politiker und Ölkonzerne sind in den USA auf das engste miteinander verwoben. Großzügige Spenden der Unternehmen an die führenden Repräsentanten der großen Parteien sind an der Tagesordnung. Die BP-Spende in Höhe von 77 000 US-Dollar an den damaligen Wahlkämpfer Barack Obama ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

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