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"Ich will ein Baby ohne Mann": ZDF-Dokumentation über Frauen, die mithilfe einer Samenbank schwanger werden wollen

Mainz (ots) - Schwanger werden ohne Mann - das ist medizinisch machbar in Zeiten der Reproduktionsmedizin. Doch ist es auch moralisch vertretbar? Was nehmen partnerlose Frauen auf sich, wenn sie unbedingt ein Kind wollen? Und warum ist es in Deutschland für alleinstehende Frauen schwierig, ihren Kinderwunsch mit Hilfe der Samenbank zu erfüllen, was in den USA und den europäischen Nachbarländern längst Praxis ist? Mit diesem sensiblen Thema beschäftigt sich die Dokumentation "Ich will ein Baby ohne Mann", die das ZDF am Dienstag, 13. Juli 2010, 22.15 Uhr, in seiner Reihe "37°" ausstrahlt. Iris Bettray hat drei Frauen auf dem Weg zur Erfüllung ihres größten Wunsches begleitet.

In Deutschland gibt es keine eindeutige gesetzliche Regelung, deshalb können Samenspender und behandelnde Ärzte oder Hebammen eventuell auf Unterhalt verklagt werden. Frauen, die mit Hilfe einer Samenspende schwanger werden wollen, müssen daher meist ins Ausland reisen.

Schon sechs Mal war die 42-jährige Delia in den vergangenen 14 Monaten in einer Befruchtungsklinik in Kopenhagen. Inzwischen ist ihr Sparkonto leer geräumt, denn jeder Befruchtungsversuch kostet 560 Euro. Delia ist Gruppenleiterin in einer Werkstatt für Behin¬derte und hat bereits einen vierjährigen Sohn aus einer Affäre mit einem verheirateten Mann. Die alleinerziehende Delia glaubt nicht, dass sie in absehbarer Zeit einem Mann begegnet, der ihren Babywunsch akzeptiert. Ihre biologische Uhr tickt - und sie wünscht sich unbedingt ein zweites Kind.

Wie Delia hat sich auch die 29-jährige Tina, Angestellte bei einer Leasing-Bank in München, für einen anonymen Spender entschieden. Das heißt, das daraus entstehende Kind wird später nicht die Möglichkeit haben, seinen leiblichen Vater zu kontaktieren. Tina lebt mit einer Frau zusammen, das Paar spart jeden Euro, um sich die Befruchtungen und die Reisen ins Ausland leisten zu können. Drei gescheiterte Versuche, eine Eileiterdurchspülung, eine Fehlgeburt - die beiden Frauen nehmen einiges auf sich, um zu ihrem Wunschkind zu kommen.

Bei Karrierefrau Marguerite 41, hat es beim dritten Versuch geklappt: Töchterchen Liv kam am 4. Dezember 2009 zur Welt. Sie ist das große Glück ihrer Mutter, die seit sieben Jahren Single ist und nicht länger auf den richtigen Mann warten wollte. Die Buchhalterin einer Investmentgesellschaft ist in Elternzeit, doch nach einem Jahr wird sie wieder arbeiten müssen, Liv muss sie dann in die Krippe geben.

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