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Gefahr aus den Bergen
ZDF-Dokumentation "Terra X" über die Folgen des tauenden Permafrosts in den Alpen

Mainz (ots) - Felsstürze und Steinlawinen bedrohen immer häufiger dicht besiedelte Gebirgsregionen in den Alpen. Wissenschaftler vermuten tauenden Permafrost als Ursache für die Gefahr aus den Bergen. Die ZDF-Reihe "Terra X" begleitet am Sonntag, 4. Juli 2010, 19.30 Uhr, ein junges Wissenschaftlerteam von der Universität Bonn bei seiner Expedition auf die brüchige Bliggspitze oberhalb der Tiroler Ferienregion Kaunertal. Mit Hilfe einer außergewöhnlichen Messmethode können die Forscher wie bei einer Computertomographie tief in den Berg schauen und auf lange Sicht mehr Sicherheit für die Menschen im Tal schaffen. Anhand von aufwändigen Computeranimationen zeigt die Dokumentation "Gefahr aus den Bergen", in welchem Ausmaß diese Folge des Klimawandels die einzigartige Alpenwelt im Herzen Europas verändern wird.

Permafrost, das ist permanent gefrorener Untergrund im Innern der Felsen. Er hält die Hochgebirge und so auch die Alpen wie ein starker Zement zusammen. Doch in vielen Regionen ist das Eis der Berge bereits bis in große Tiefen getaut. So versetzte 2002 eine Gletscherlawine im Kaukasus die Wissenschaft in Aufruhr. Eine brüchige Felsflanke des Kolka-Massivs riss bei ihrem Absturz einen ganzen Gletscher mit sich: Rund 100 Millionen Kubikmeter Eis, Schlamm und Geröll wälzten sich talwärts, die 250fache Masse der New Yorker Twin Towers. 120 Menschen starben bei dem Unglück.

Eine internationale Expertengruppe um den "Gletscherpapst" Professor Wilfried Haeberli versucht unter großem Zeitdruck, die genauen Ursachen für diesen zerstörerischen Mahlstrom herauszufinden. Der Schweizer Geowissenschaftler und seine Kollegen spielen mit komplexen Simulationen die Auswirkungen des schwindenden Permafrostes in verschiedenen Risikogebieten der Alpen durch, um bei Bergrutschen rechtzeitig reagieren zu können. Ihre größte Schwierigkeit ist es, exakte Daten aus Felsregionen zu bekommen, die als besonders brüchig gelten - wie etwa die Bliggspitze in Österreich. Eine Untersuchung an einem sich bereits auflösenden Berg ist lebensgefährlich. Doch die Wissenschaftler packen das Problem an.

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