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ZDFtheaterkanal im Juli: Provinz und Mozartoper

Mainz (ots) - Die Provinz steht im Zentrum einiger Beiträge, die der ZDFtheaterkanal im Juli zeigt. "Riesenbutzbach" ist Christoph Marthalers und Anna Viebrocks Reaktion auf die Wirtschaftskrise. Der Schweizer Regisseur und seine Bühnenbildnerin haben ein Szenario entworfen, in dem 15 Figuren mit dem krisenbedingten sozialen Abstieg konfrontiert werden. Hierarchien sind ausgeprägt und werden durch Intrigen stabilisiert. Geschützt werden materieller Reichtum und Privilegien. Die Theatertreffen-Jury hat die Inszenierung zum diesjährigen Theatertreffen Berlin eingeladen (ab 3. Juli, 19.40 Uhr).

In Matthias Keilichs etwas anderem Heimatfilm "Die Könige der Nutzholzgewinnung" aus dem Jahr 2006, den der ZDFtheaterkanal ab 5. Juli, 19.40 Uhr, ausstrahlt, kehrt der ehemalige Waldarbeiter Krischan (Bjarne I. Mädel) nach zwölf Jahren in sein Ostharzer Heimatdorf Tanne zurück. Kurz nach der Wende war er in den Westen gegangen, ja geflohen: vor dem Berg Schulden, den seine verrückten Geschäftsideen ihm und seinen beiden Freunden Ronnie und Bert eingebrockt hatten, und vor der Liebe zu Ellen. Das Dorf, das früher gut von der Forstwirtschaft gelebt hat, ist mittlerweile am Ende. Als Ronnie und Bert ihr Geld von Krischan wollen, hat er die Idee, mit einem Holzfällerwettbewerb sich und Tanne aus der Misere zu führen.

Gammesfeld ist ein kleines Dorf in Franken. Dort gibt es eine Kirche, einen Dorfkrug, eine freiwillige Feuerwehr, ein Schotterwerk und eine berühmte Bank: die Raiffeisenbank Gammesfeld. Der bis 2008 tätige Bankdirektor Fritz Vogt war gleichzeitig Sekretär, Buchhalter, Kassierer und der wichtigste Mann im Dorf. Seit 1967 leitete der Nebenerwerbslandwirt, der bis zuletzt ohne Computer auskam, seine Bank nach den ursprünglichen Raiffeisen-Idealen: Die Bank macht Gewinne nicht für sich, sondern für ihre Kunden. Und zwar sensationelle - sie hatte die höchsten Sparzinsen und die niedrigsten Kreditzinsen in Deutschland. Wiltrud Baier und Sigrun Köhler stellen Fritz Vogt in ihrem Dokumentarfilm "Schotter wie Heu" vor (ab 6. Juli, 22.55 Uhr).

Im Juli setzt der ZDFtheaterkanal auch seine Reihe der Mozartopern fort, die im Jubiläumsjahr 2006 in Salzburg zur Aufführung kamen - mit Doris Dörries schwungvoller Inszenierung von "La Finta Giardiniera": Sie verlegte die unterhaltsam witzig-konfuse Handlung aus dem lieblichen Garten des Don Anchise in die schnöde Gartenabteilung eines Baumarktes. Eigentlich ein dröges Ambiente fürs Schäkern, aber die Macht der Liebe ist stärker - ein dramma giocoso, von Mozart 1775 mit rascher Feder zum Münchner Fasching geschrieben. Unter der musikalischen Leitung von Ivor Bolton überzeugt das Ensemble mit John Graham-Hall, Alexandra Reinprecht, John Mark Ainsley, Véronique Gens und anderen sowohl gesanglich als auch mit überschäumendem schauspielerischen Temperament (ab 6. Juli, 19.35 Uhr).

Der digitale ZDFtheaterkanal sendet täglich von morgens 9.00 bis nachts 2.00 Uhr.

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