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ZDF Theaterkanal präsentiert Sommerfestival des freien Theaters

    Mainz (ots) -
    
    Mahlers Sechste Symphonie als Totentanz, Kindheitserinnerungen aus
dem galizischen Stetl als phantastisches Figurentheater, Musik des
Avantgarde-Komponisten Mauricio Kagel als szenisches Konzertstück -
der Theaterkanal präsentiert ab Samstag, 12. August 2000, in seinem
Sommerfestival des freien Theaters facettenreiche Beispiele und
dokumentiert dessen Entwicklung innerhalb der letzten Jahrzehnte.
    
    Eigenwillige Inszenierungen wie "Camping 2000" von Jossi Wieler,
"Die Frau in den Dünen" nach Kobo Abe in deutsch-japanischer
Kooperation mit Yoshi Oida, "Heute ist ein schöner Tag" vom vierten
Festival 'Politik im Freien Theater', "Die Zimtläden" von Andrej
Woron sowie "Mahlers Sechste" in der Verfilmung von Adrian Marthaler
zeigen auf, dass die theatralen Ausdrucksmöglichkeiten längst nicht
mehr auf den klassischen Guckkasten beschränkt sind. Filmbeiträge
über die Stücke und ihre Macher, zum Beispiel über das Théâtre du
Soleil von Ariane Mnouchkine in "Auf der Suche nach der Sonne",
dokumentieren wichtige Schritte auf diesem Weg der formalen Öffnung.
    
    Aber auch "John Gabriel Borkman", Ibsens Schauspiel über einen
selbsternannten 'Herrenmenschen', gehört in der Inszenierung von
Leander Haußmann zu den Stücken der sechsten Spielzeit des ZDF
Theaterkanals. Die Aufführung wird in Verbindung mit einem Musikvideo
von Leander Haußmann und zwei Beiträgen über die gerade zu Ende
gegangene Ära Haußmann als Intendant des Bochumer Schauspielhauses
gezeigt.
    
    Ein Wiedersehen gibt es mit dem großen österreichischen
Volksschauspieler Hans Moser - im Theaterkanal zu sehen in seiner
letzten Bühnenrolle als Schuster Pfriem in Johann Nestroys Posse
"Höllenangst" in einer Inszenierung von Axel von Ambesser aus dem
Jahr 1961.
    
    Das Theatermagazin "Leporello" berichtet zunächst über die
Entstehung des "Faust"-Marathons von Peter Stein in Hannover. Ab 19.
August wirft "Leporello" dann einen Blick hinter die Kulissen von
Bayreuth und berichtet über die Arbeiten zum "Ring 2000". Ab 2.
September geht es um die Rolle der Frauen im Theater: Das Spektrum
reicht von der Schauspielerin Dorothee Hartinger, die in Peter Steins
"Faust" das Gretchen spielt, über die Darstellerin der Maria
Magdalena bei den Passionsspielen Oberammergau und die Regisseurinnen
Konstanze Lauterbach, Barbara Frey  und Helena Waldmann bis hin zur
Theater-Girlgroup She She Pop, deren Mitglieder sich auf der Bühne
ganz bewusst als "Kunsthuren" präsentieren.
    
    Das Programm des ZDF Theaterkanals wird täglich am Vormittag von
9.00 bis 14.00 Uhr und am Abend ab 19.00 Uhr ausgestrahlt. Inhaltlich
ist der Spielplan für Vormittag und Abend unterschiedlich
strukturiert. Das Vormittagsprogramm zeigt thematisch gebündelte
Schwerpunkte mit Theaterzyklen zu Autoren, Regisseuren oder
gesellschaftlich relevanten Themen. Das Abendprogramm beginnt täglich
um 19.00 Uhr mit dem Theatermagazin "Leporello", das Beiträge zu
Neuinszenierungen und andere Themen rund um den Theaterbetrieb
enthält. Anschließend folgen Aufzeichnungen vom Klassiker bis zum
Boulevard, vom Tanztheater bis zur Comedy. Zudem gibt es Porträts und
Dokumentationen über das Theaterleben und seine Protagonisten und die
Wiederholung eines Theaterstücks vom Vormittag.
    
    Der ZDF Theaterkanal ist Teil des digitalen Programmbouquets
ZDF.vision, das über Satellit ausgestrahlt und im Kabel bundesweit in
Sonderkanal 32 eingespeist wird. Voraussetzung für den Empfang von
digitalem Fernsehen ist eine Set-Top-Box.
    
    
ots Originaltext: ZDF
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