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Mandela! Südafrikas langer Weg zur Freiheit
ZDF-History über den ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas

Mainz (ots) - Nelson Mandela, den Kämpfer für Gleichberechtigung und ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas, stellt das ZDF im Rahmen seiner Berichterstattung über das Austragungsland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in den Mittelpunkt der "ZDF-History"-Ausgabe am Sonntag, 25. April 2010, 23.45 Uhr.

27 Jahre verbrachte Mandela im Gefängnis, ertrug Zwangsarbeit und unmenschliche Haftbedingungen. Als er am 11. Februar 1990 freikam, war er 71 Jahre alt und doch kein gebrochener Mann. Mandelas Versöhnungskurs hatte Erfolg, ein Bürgerkrieg blieb dem Land erspart. Die ersten freien Wahlen in Südafrika 1994 waren seine Lebensleistung. Sie beendeten die jahrhundertealte Unterdrückung Schwarzer durch Weiße am Kap. Nelson Mandela wurde zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas - für viele ist er der Mann des Jahrhunderts.

In "ZDF-History" kommen ehemalige Weggefährten und Gegner zu Wort. "Er war gar nicht verbittert, das war wirklich erstaunlich", sagt der ehemalige Präsident Südafrikas Frederik de Klerk, der mit dem ANC-Führer Mandela den Wandel in Südafrika gestaltete und mit ihm gemeinsam 1993 den Friedensnobelpreis erhielt.

Weitgehend unbekannt ist die Geschichte von mehr als 80 deutschen Waisenkindern, die von nationalistischen Buren kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs ins Land geholt wurden. Eigentlich sollten es 10 000 Mädchen und Jungen aus dem zerstörten Deutschland werden, die als "Blutauffrischung" für die weiße Minderheit Südafrikas gedacht waren. Eine südafrikanische Delegation wählte in deutschen Heimen geeignete Kinder aus. Möglichst jung sollten sie sein, protestantisch und "rein deutsch". Nur ein erster Transport kam zustande. Die Kinder wuchsen mit allen Privilegien der weißen Minderheit in burischen Familien auf. Inzwischen sind sie Südafrikaner im Rentenalter und stehen der Apartheid überwiegend kritisch gegenüber. In "ZDF-History" berichten sie, wie Nelson Mandela auch bei ihnen Vertrauen und Bewunderung gewinnen konnte - mit seiner Politik der Versöhnung und mit seiner zutiefst menschlichen Haltung.

Berühmt wurde vor allem jene mutige Geste des Präsidenten während der Rugby-Weltmeisterschaften in Johannesburg 1995: Mandela zog sich das Trikot der südafrikanischen Nationalmannschaft über - ein legendärer Moment, der 2009 im Hollywood-Film "Invictus" gewürdigt wurde. "Ich werde dieses Trikot tragen, auch wenn ich schwarz bin und Rugby ein Sport der Apartheid ist", habe er gesagt, berichtet seine persönliche Referentin Zelda La Grange. Es wurde eine Sternstunde in der Geschichte Südafrikas.

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