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Mainz (ots) - Mittwoch 26. Mai 2010, 22.15 Uhr Abenteuer Wissen Korallenriffe - Bedrohte Unterwasserwelten mit Karsten Schwanke Korallenriffe sind wahre Naturwunder, deshalb erschüttern uns immer wieder Meldungen von Havarien, die die reiche Unterwasserwelt bedrohen. Was verlieren wir? Korallenriffe sind die artenreichsten Regionen im Meer, binden das klimaschädliche Kohlendioxid, dienen als Ressourcen für Arzneimittel und schützen unsere Küsten vor Erosion und starker Brandung. Aufgebaut werden Riffe von winzigen Nesseltieren, die Kalk abscheiden. Erhöht sich infolge des Klimawandels die Wassertemperatur, gehen sie zugrunde. Nach aktuellen Untersuchungen wurden in den letzten zehn Jahren 15 Prozent der Riffe unwiederbringlich zerstört. Erst vor kurzer Zeit wurde das als Weltnaturerbe gelistete Great Barrier Reef von einem aufgelaufenen Frachter bedroht. Das weltgrößte Korallenriff ist durch steigende Wassertemperaturen und der zunehmenden Übersäuerung des Meeres bereits stark in Mitleidenschaft gezogen. Dabei ist es der Lebensraum für Tausende teils einzigartige Korallen- und Fischarten. Doch auch diese Havarie wird wohl nicht als letzte Mahnung verstanden werden. "Abenteuer Wissen" begleitet den Münchner Biologen Professor Gert Wörheide auf seiner Expedition "Deep Down Under" nach Australien in völlig unerforschtes Terrain. Dort sucht er nach neuen Waffen gegen die großen Plagen der Menschheit - Krebs, Aids und Malaria. Die Fahndung nach solchen medizinischen Schätzen gleicht der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Wie findet man die lebensrettenden Substanzen? Erste Rettungsversuche der bedrohten Unterwasserwelt sollen künstliche Riffe sein. Das Wrack der Thistlegorm im Roten Meer: An dem Koloss aus Stahl soll das größte künstliche Riff der Welt entstehen, besiedelt von filigranen Korallen, Schwämmen und bunten Fischen. Ein Paradies für Taucher, die hier ein echtes Abenteuer erleben. Die Meeresbiologen Dr. Yvonne Sawall und Dr. Sebastian Ferse vom Bremer Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie gehen einen anderen Weg. Sie untersuchen, welche Korallenarten wie schnell nach einer Schädigung nachwachsen. Entdecken sie möglichst resistente Hartkorallen, pflanzen sie - Gärtnern gleich - diese in akut gefährdeten Riffen an. Ein erster Feldversuch startet vor Indonesien. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn auch die angelegten Riff-Gärten sind anfällig gegenüber der Erwärmung und Giftstoffen im Meer. Expedition in die Wunderwelt der Riffe - nicht nur unter den Meeresspiegel, sondern auch in die endlosen Magazine des Museums für Naturkunde in Berlin. Der Generaldirektor der Sammlung, Professor Reinhold Leinfelder, hat eine ehrgeizige Mission: Er analysiert Korallenproben, die zum Beispiel in den siebziger Jahren auf einer Karibikexpedition genommen wurden. Ein Film, der damals entstand, zeigt den Einsatz von Hammer und Meisel in dem noch unberührten Riff. Was hat sich seit den siebziger Jahren in den Meeren geändert? Was bringt die Korallen zum Absterben? Und was können wir für heute daraus lernen? Der Forscher vergleicht die Daten, die er aus den Präparaten im Museum gewinnt, mit aktuellen Untersuchungen von "reef check", einer taskforce, die Leinfelder mit ins Leben gerufen hat und die seit Jahren den Zustand der Riffe weltweit dokumentiert. Pressekontakt: $dataSet.getValue("titel") $dataSet.getValue("telefon1") $dataSet.getValue("telefon2") Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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