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Raoul Schrott lüftet "Homers letztes Geheimnis"
ZDF-Dokumentationsreihe "Terra X" stellt seine Hauptthesen zum "Fall Troia" auf den Prüfstand

    Mainz (ots) - Als der renommierte Literaturwissenschaftler Raoul Schrott im Frühjahr 2008 das Buch "Homers Heimat" publizierte, sorgte er für helle Aufregung in der Fachwelt. Der Kenner griechischer und orientalischer Literatur der Frühzeit behauptet, Heinrich Schliemanns Troia im Nordwesten der Türkei sei nicht der Ort, den der griechische Dichter Homer im siebten Jahrhundert vor Christus in seiner Ilias beschrieb. Die ZDF-Dokumentationsreihe "Terra X" untersucht am Sonntag, 31. Januar 2010, 19.30 Uhr, den "Fall Troia - Homers letztes Geheimnis". Der Film stellt die Hauptthesen Raoul Schrotts auf den Prüfstand. Dabei kommen nicht nur der österreichische Schriftsteller, sondern auch renommierte Gelehrte aus Deutschland und der Türkei zu Wort.

    Bei seiner langjährigen Auseinandersetzung mit dem gewaltigen Epos, von der er eine moderne Fassung erstellte, stieß Raoul Schrott auf eine Reihe von Schilderungen, die weder zur tatsächlichen Geschichte Troias noch zu den topografischen Gegebenheiten der weltberühmten Residenz passen. Schrott glaubt vielmehr nachweisen zu können, dass Homer die Festung Karatepe im südanatolischen Kilikien zur Kulisse seines umfangreichen Werkes erhob. Den Ort und die angrenzende Umgebung kannte der antike Autor bis in den kleinsten Winkel, weil er dort vermutlich mehrere Jahre verbrachte. In der Epoche, in der die Ilias entstand, war Kilikien nicht nur auch von griechischen Siedlern bewohnt, die Region nahm auch eine Schlüsselposition im Fernhandel zu Land und zu Wasser ein. Grund genug für die kriegerischen Assyrer, das Gebiet ihrem ständig wachsenden Reich einzuverleiben. Drei große Revolten gegen die Besatzer zeugen von Unruhen, die das Land bis ins Mark erschütterten. Der Literaturwissenschaftler ist überzeugt, dass Homers Epos die aktuellen Ereignisse von damals und die Goldene Ära der griechischen Königtümer miteinander verwob.

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