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"Rückkehr nach Bitterfeld"
ZDF zeigt Film der Mainzer Stadtschreiberin Monika Maron

    Mainz (ots) - Bitterfeld galt zu DDR-Zeiten als dreckigste Stadt Europas, als Symbol einer verheerenden Umweltpolitik. Darüber schrieb die Schriftstellerin Monika Maron 1981 ihren vielbeachteten Debütroman "Flugasche". Über Nacht wurde sie berühmt, nur in der DDR, in der sie lebte, durfte das kritische Buch nie erscheinen. Mit Ihrem Film "Rückkehr nach Bitterfeld" kehrt Monika Maron am Freitag, 30. Oktober 2009, 23.05 Uhr im ZDF nun wieder in diese Region zurück. Dreckig ist Bitterfeld schon lange nicht mehr. "Die Befreiung vom Gift in ihrer Atemluft bezahlten die Bitterfelder, Wolfener, Thalheimer und Greppiner mit ihren Arbeitsplätzen, wie sie zuvor die sicheren Arbeitsplätze mit ihrer Gesundheit bezahlt hatten.", so die Autorin. Und doch hat sich Erstaunliches getan. Zahlreiche neue Arbeitsplätze sind wieder entstanden rund um Bitterfeld, im sogenannten "Solar Valley". Monika Marons Dokumentation erzählt die Erfolgsgeschichte des Solarzellenproduzenten Q-Cells, der sich vor zehn Jahren mit einer kleinen Firma mit 40 Mitarbeitern in Thalheim bei Bitterfeld angesiedelt hat. Inzwischen ist diese Firma zum weltgrößten Solarenergieproduzenten gewachsen, hat jedoch nun spürbar unter der Wirtschaftskrise zu leiden.

    Der Film ist Teil des Mainzer Stadtschreiberpreises, der vom ZDF, 3sat und der Stadt Mainz jährlich vergeben wird. Monika Maron ist in diesem Jahr als 25. Preisträgerin geehrt worden. Neben dem Preisgeld und freiem Wohnen im Mainzer Gutenberg-Museum haben die jeweiligen Preisträger die Gelegenheit, zusammen mit dem ZDF eine Dokumentation nach freier Themenwahl zu produzieren. Ein im deutschen Fernsehen einmaliges Experiment: Aus Schriftstellern und Schriftstellerinnen werden für einige Monate Filmemacher und Fimemacherinnen.

    Monika Maron, die herausragende Chronistin deutsch-deutscher Erinnerungen, hat sich als Grundlage für ihren Film ihr 2009 erschienenes, vielbeachtetes Buch "Bitterfelder Bogen" ausgewählt. Nüchtern und poetisch zugleich berichtet sie von der Entstehungsgeschichte der Solar-Firma, von mutigen Gründern, genialen Tüftlern und visionären Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die eine sterbende Industrie-Region grundlegend verändert haben. Eine deutsch-deutsche Erfolgsgeschichte, meint Monika Maron. Und zugleich ein Beitrag des ZDF zum 20. Gedenktag des Mauerfalls.

    Rund um die Mainzer Stadtschreiber geht es auch in 3sat: Am Samstag, 7. November 2009, 19.20 Uhr, lässt Autor Thomas Hocke das Stadtschreiberjahr von Monika Maron unter dem Titel "Ein Blick zurück nach vorn" Revue passieren. Am Sonntag, 8. November 2009, 18.00 Uhr, erinnert Thomas Hocke in seiner Dokumentation "Im Wandel der Zeit. 25 Jahre Mainzer Stadtschreiberpreis" an die großen Preisträger der vergangenen Jahre, von Gabriele Wohmann bis Urs Widmer, von Sten Nadolny bis Ilija Trojanow.

    Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 - 706100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/rueckkehrnachbitterfeld

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