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Samstag, 3. Oktober 2009, 19.15 Uhr
Hinterm Horizont geht's weiter
Weltwunder Wattenmeer
Film von Annette Hoth

    Mainz (ots) - Manchmal ist das Meer weit weg. Dann gibt es nichts als Matsch und Wurmhaufen aus Sand - so weit das Auge reicht. Jetzt im Herbst spielt sich in den Weiten des Wattenmeeres ein spektakuläres Naturschauspiel ab: 12 Millionen Zugvögel machen hier Rast. Der Alpenstrandläufer auf seinem 6 000 Kilometer weiten Weg von den arktischen Tundren Skandinaviens ins winterlich warme Mauretanien, zum Beispiel. Er frisst sich fett an all den Würmern, Muscheln und Schnecken, die im weichen, feuchten Sand leben und - bei Ebbe - leicht zu erbeuten sind. Hat der Alpenstrandläufer genug Energie getankt, zieht er weiter - zwei Tage nonstop bis ins Winterquartier.

    Dieses Paradies zwischen Ebbe und Flut, Land und Meer, ist seit gut drei Monaten nicht mehr einfach nur ein schönes und beliebtes Ferienziel. Im Juni erklärte die UNESCO das Wattenmeer der Nordseeküste zum Weltnaturerbe. Jetzt steht es in einer Reihe mit dem Grand Canyon in den USA oder dem Great Barrier Reef in Australien. ZDF-Autorin Annette Hoth hat Watt, Zugvögel und die Menschen im Schlick besucht.

    Fiede Nissen zum Beispiel lebt schon immer im Watt, auf Hallig Langeness. Er ist dort Bürgermeister und Postschiffer. Und er ist kein großer Freund des Titels "Weltnaturerbe", aus Furcht vor weiteren Regeln und Verboten zugunsten des Naturschutzes. "Man lässt sich nicht gerne was vorschreiben", sagt er. "WIR wohnen hier, und das ist Unsere Hallig, und man soll auf unsere Wünsche ein bisschen eingehen, finde ich."

    Doch Nationalpark-Ranger Martin Kühn kann die Einwohner beruhigen: Es wird kein strengeres Gesetz gelten als bisher. Den "eingenordeten" Berliner freut der UNESCO-Titel über alle Maßen, denn nun schaue die ganze Welt aufs Wattenmeer, und damit sei der Schutz der Natur hier noch unanfechtbarer als bisher.

    Zu den fast 20 Millionen Tagestouristen und Urlaubern, die das Watt schon jetzt jedes Jahr anzieht, werden künftig wohl noch ein paar ausländische dazu kommen. "Kein Problem", sagt der Ranger, "hier ist genügend Platz für alle."

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