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"Abenteuer Wissen": Energie im Überfluss - Das Sonnenexperiment ZDF-Wissenschaftsmagazin in HD-Format

    Mainz (ots) - Energie im Überfluss aus einem Rohstoff, der nichts kostet, ohne Nebenwirkungen für die Umwelt. Geht das? Dieser Frage geht das ZDF-Magazin "Abenteuer Wissen" am Mittwoch, 9. September 2009, um 0.00 Uhr nach. Die Sendung wird im hochauflösenden HD-Format ausgestrahlt.

    Ein Menschheitstraum könnte wahr werden, wenn gelingt, woran Forscher in aller Welt arbeiten: Die Kernfusion. Es ist die größte technische Herausforderung aller Zeiten. Das Vorbild: Die Sonne. Aufgelöste Atome - gefangen in magnetischen Käfigen. Nie zuvor musste der Mensch solch gewaltige Kräfte bändigen. Mathematisch ist das alles längst berechnet, seit 50 Jahren suchen Wissenschaftler nach der praktischen Umsetzung. Das faszinierende an der Kernfusion: Als Rohstoff braucht man nur Deuterium und Lithium. Deuterium ist im Wasser enthalten, die Weltvorräte von Lithium würden ausreichen, um den Weltenergiebedarf über mehr als ein Jahrtausend zu decken.

    Karsten Schwanke moderiert die ZDF-Sendung im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald. "Wendelstein-7X" haben die Wissenschaftler ihr Projekt geheimnisvoll genannt. Das Grundproblem der Kernfusion: Man muss zunächst enorme Energie in den Prozess stecken, um dann mit einer noch immenseren Ausbeute belohnt zu werden.

    Das wohl ambitionierteste Kernfusionsprojekt aller Zeiten wird an der französischen Mittelmeerküste entstehen: 33 Nationen beteiligen sich an ITER, dem "Internationalen thermonuklearen experimentellen Reaktor". Noch ist ITER eine riesige Baustelle. Zum ersten Mal zeigt das ZDF in aufwändigen Animationen wie ITER aussehen soll. Das Abenteuer-Wissen-Team durfte exklusiv das Treffen der Spitzenwissenschaftler aus aller Welt im südfranzösischen Cadarache begleiten.

    Amerikanische Fusionsforscher haben einen anderen Weg eingeschlagen, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen und scheinen schon eine Schritt weiter zu sein. Sie setzen auf gigantische Laser. Aber haben sie wirklich nur die zivile Nutzung im Sinn? Schon im kalten Krieg wurde im kalifornischen Livermore für das Militär an Wasserstoffbomben geforscht. Und auch ein halbes Jahrhundert danach beschäftigen sich hier noch immer Wissenschaftler mit hoch geheimer und extrem gefährlicher Waffentechnologie für die Kriege der Zukunft.

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