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ZDF-Pressemitteilung
"Knochenarbeit" in Bosnien: "Etwas Alltag zwischen Massengräbern"
ZDF-Reihe "37 Grad" berichtet über makabre Kriegsnachsorge auf dem Balkan

Mainz (ots) - Sie sitzt bei Minusgraden im Overall vor Knochenbergen in einer Leichenhalle oder arbeitet bei brütender Hitze mit der Schaufel in einem frisch ausgehobenen Massengrab: Ewa Klonowski. Für die renommierte ZDF-Reihe "37 Grad" hat Ulrike Baur die 53-jährige Anthropologin aus Island sieben Monate lang in Bosnien bei ihrer Arbeit und privat begleitet. Zum ersten Mal bekam hier ein Fernsehteam ungehinderten Zugang zu denen, die heute makabre "Kriegsnachsorge" auf den Killing Fields" des Balkankrieges betreiben. Das ZDF zeigt die bewegende Dokumentation unter dem Titel "Knochenarbeit. Etwas Alltag zwischen Massengräbern" am kommenden Dienstag, 6. Juni 2000, 22.15 Uhr. Seit vier Jahren hebt Ewa Klonowski in Bosnien Gräber aus, sortiert Knochen und durchforstet Leichenfelder - neben verzweifelten Menschen, die zwischen Kleidungsresten, Schuhen und Skeletten nach ihren verstorbenen Männern, Brüdern, Söhnen und Töchtern suchen. Als einzige Frau und einzige Ausländerin gehört sie der bosnischen Regierungskommission für die Suche nach Vermissten an. Wie hält sie das alles nur aus? Eine naheliegende Frage, auf die die engagierte Frau aus Island selbst keine Antwort weiß: "Ein Monster bin ich jedenfalls nicht", sagt sie, "sondern ein ganz normaler Mensch." Vor dem Leichengeruch ekelt sie sich noch immer, "aber", erklärt sie, "es gibt 20 000 Vermisste hier. Einer muss die Arbeit doch tun." Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon 06131 - 706100, und über http://bereitstellung.zdf.de/versand/knochenarbeit ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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