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Ida im Blick: ZDF zeigt Entdeckung und Erforschung des viel diskutierten Primaten-Fossils am Pfingstsonntag

    Mainz (ots) - Nach der New Yorker Präsentation des Primaten-Fossils Ida vor gut einer Woche kam von außenstehenden Wissenschaftlern schnell Kritik an der Arbeitsweise der beteiligten Forscher auf. Jetzt haben die deutschen Fernsehzuschauer die Möglichkeit, sich selbst ein Bild davon zu machen, in welcher Beziehung das fast vollständig erhaltene 47 Millionen Jahre alte Fossil aus der Grube Messel bei Darmstadt zur Entwicklungsgeschichte des Menschen steht. Das ZDF zeigt am Pfingstsonntag, 31. Mai 2009, 19.30 Uhr auf dem Sendeplatz "Terra X" unter dem Titel "Die geheime Entdeckung - Das Fossil und seine Botschaft" Hintergründe und tatsächliche Bedeutung des Sensationsfundes.

    Das ZDF konnte exklusiv für das deutsche Fernsehen die Entdeckung und Erforschung des Fossils begleiten, das der Frankfurter Paläontologe Dr. Jens Franzen als "das achte Weltwunder" bezeichnet. Den Fund hatte zwar schon vor 28 Jahren ein anonymer privater Sammler gemacht, der das Fossil jedoch für sich behielt. Erst vor drei Jahren bot er es schließlich zum Verkauf an. Über einen Mittelsmann gelangte es in die Hände des norwegischen Paläontologen Jörn Hurum, der sich dann an den Paläontologen Dr. Jens Franzen vom Senckenberg-Museum Frankfurt und einige andere Fachwissenschaftler wandte.

    Zwei Jahre lang haben die ausgewählten Experten unter größter Geheimhaltung das Fossil untersucht. Die Spezialisten haben die Knochenstruktur, die Zähne und selbst den Mageninhalt des Fossils analysiert und fanden heraus, dass es sich um ein junges Weibchen handelte, das gut klettern konnte und vermutlich auf Bäumen lebte.

    Auf den ersten Blick hat das Wesen Ähnlichkeit mit Lemuren, also Halbaffen, wie sie heute noch auf Madagaskar leben. Doch die Wissenschaftler erkannten, dass ihm typische Lemuren-Merkmale fehlen, beispielsweise zusammengewachsene Zähne. Dafür entdeckten sie andere Schlüsselmerkmale, die in Richtung der Entwicklung des Menschen weisen, wie der Sprunggelenksknochen, der bei dem Fossil zu sehen ist. Am Ende ihrer langwierigen  Untersuchung steht für die Wissenschaftler außer Zweifel, dass Ida wirklich menschenähnliche Merkmale in sich trug und tatsächlich zu unserer entfernten Ur-Verwandtschaft gehört.

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