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Donnerstag, 21. Mai 2009, 22.15 Uhr
Maybrit Illner

    Mainz (ots) - Donnerstag, 21. Mai 2009, 22.15 Uhr

    Maybrit Illner Thema: "Frei sein, reich sein, deutsch sein - was hält das Land zusammen?"

    Die Gäste: Erich Böhme, langjähriger Chefredakteur des "Spiegel", TV-Talker im Ruhestand Beate Klarsfeld, deutsch-französische Publizistin und Kämpferin für die Verfolgung von Nazi-Verbrechen Horst Seehofer (CSU), Ministerpräsident des Landes Bayern und Vorsitzender der CSU Thomas Quasthoff, Weltklasse-Bassbariton und Professor für Gesang an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin Sahra Wagenknecht (Die Linke), Europaabgeordnete Fady Maalouf, Popsänger libanesisch-deutscher Herkunft; wurde als Finalist der fünften Staffel der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" bekannt

    Es darf gefeiert werden! An diesem Wochenende wird die Bundesrepublik 60 Jahre alt, das Grundgesetz natürlich auch - und zur Feier des Tages wird ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Auch wenn 20 Jahre nach dem Mauerfall keineswegs alle Landschaften blühen - kein Zweifel: wir sind wieder wer! Aber was? Was darf gefeiert werden? Einigkeit? Und Recht? Und Freiheit?

    Ganz offenbar sind die Zeiten vorbei, da es reichte, sich über den wachsenden Wohlstand zu definieren. Und was das Deutsche bei uns Deutschen ausmacht, wusste man vor den furchtbaren Weltkriegen, vor Hitler, Adenauer, Ulbricht, Brandt, Honecker, Kohl und dem europäischen Vereinigungsprozess - von der Globalisierung und Digitalisierung ganz zu schweigen - wahrscheinlich genauer als heute.

    Was hält das Land zusammen? Darüber spricht Maybrit Illner am Donnerstag mit sechs Zeitzeugen aus sehr verschiedenen Generationen und mit höchst verschiedenem Hintergrund.

    Erich Böhme. Als Chefredakteur des SPIEGEL, einer journalistischen Institution der Bundesrepublik, hat er die Entwicklung der Republik beobachtet und gestaltet. Erich Böhme ist im 80sten Lebensjahr.

    Beate Klarfeld ist 70. Ihre Ohrfeige für Kanzler Kurt Georg Kiesinger war mehr als ein Tabubruch. Unbeirrbar kämpfte sie viele Jahre lang für die Verfolgung von Nazi-Verbrechen.

    Horst Seehofer wird 60. Als CSU-Chef und Ministerpräsident von Bayern steht der langjährige Bundesminister nicht nur für die heute herrschende "politische Klasse", sondern auch für die Vor- und Nachteile des Föderalismus, der die Bundesrepublik so nachhaltig prägt.

    Thomas Quasthoff wird bald 50. Der international renommierte Bariton hat sich - trotz seiner Behinderung; der Contergan-Skandal war ein schockierender Einschnitt in Wirtschaftswunder-Deutschland - an die Weltspitze gesungen und erlebt die Bundesrepublik aus liebevoll-kritischer Perspektive.

    Sahra Wagenknecht ist 40. Als Ikone der Kommunistischen Plattform steht sie für die Überzeugung, dass auch die DDR versucht hat, ein neues und besseres Deutschland zu verkörpern - und dass das kapitalistische Wirtschaftssystem keineswegs unumstritten ist.

    Und schließlich Fady Maalouf. Der Popsänger libanesisch-deutscher Herkunft wurde als Finalist der fünften Staffel der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" bekannt. Einer von Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die zu uns gefunden haben, mit uns zurecht kommen müssen und Teil von uns geworden sind.

    Wofür steht Deutschland heute? In welchen Punkten ist unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten liberaler, in welchen restriktiver geworden? Hat sich das demokratische Leben positiv weiter entwickelt? Welche Werte, die bei der Gründung der Bundesrepublik konstituierend waren, sind heute noch gültig? Welche sind in Vergessenheit geraten? Oder kurz: Lebt's sich gut in Deutschland?

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