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ZDF-Pressemitteilung
Das ZDF-"auslandsjournal" berichtet: Durch Leichtsinn in die Katastrophe - Warum sich Enschede wiederholen kann

Mainz (ots) - Ungenügende Vorschriften für den Bau und Betrieb von Feuerwerksfabriken und -lagern wirft der Brandschutzexperte Hans-Jochen Blätte den Niederlanden vor. Im ZDF-"auslandsjournal" sagt er, eine Katastrophe wie in Enschede sei Folge des leichtsinnigen Umgangs mit den explosiven Feuerwerkskörpern. Beispiel Leiden: Wie in Enschede liegt auch in der 120 000 Einwohner zählenden Stadt Leiden ein Feuerwerkslager mitten in einem Wohngebiet. Nach Recherchen des ZDF dürfen dort mehr als 800 Tonnen des hochexplosiven Materials legal gelagert werden. Acht Mal mehr als in Enschede. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Kindergarten, ein Krankenhaus, eine Konzerthalle für zehntausend Zuschauer und die meistbefahrene Bahnstrecke der Niederlande. Der Deutsche Brandschutzexperte urteilt: "Die Katastrophe von Enschede kann sich hier selbstverständlich wiederholen. Dieses Lager ist keineswegs gesichert. Schon gar nicht als Lager für pyrotechnische Gegenstände. "Auch in Leiden werden die Feuerwerkskörper nicht in sicheren Bunkern gelagert." Nach den Erfahrungen von Enschede muss man von großem Leichtsinn sprechen, wenn ein derartiges Lager in dieser Umgebung weiter betrieben wird", kritisiert Blätte die Behörden. Sein Fazit: "Wenn ein solches Lager als in Ordnung eingestuft worden ist, dann stimmt in den Niederlanden etwas mit den Vorschriften nicht." Bei Rückfragen wenden sie sich bitte an: Christian Dezer, Tel.: 06131/702984/85 und Halim Hosny, Tel.: 06131/ 702838 ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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