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Kathedralen der Steinzeit: "Terra X"-Dokumentation über Europas frühe Monumente am Ostermontag im ZDF

    Mainz (ots) - Dank der Luftbildarchäologie werden in Mitteleuropa immer wieder Ringe oder tief eingeschnittene kreisrunde Gräben entdeckt, die fast siebentausend Jahre zurückführen, ans Ende der Steinzeit - zu einer Kultur, die zum ersten Mal mitten im Herzen Europas monumentale Bauwerke errichtete. Am Ostermontag, 13. April 2009, 19.30 Uhr im ZDF, folgt die "Terra X"-Dokumentation "Kathedralen der Steinzeit - Europas frühe Monumente" diesen geheimnisvollen Spuren aus ferner Vergangenheit.

    Die Bedeutung und Funktionen der entdeckten kreisrunden Monumente sind unter den Wissenschaftlern umstritten. Waren es Fliehburgen oder Krale, in denen Vieh zusammengetrieben wurde, oder dienten sie als Versammlungsort, als Opferplatz oder anderweitige Kultstätte? Die kreisrunden Anlagen werden auch als Kalenderbauten eingeschätzt, als Orte, an denen der Himmel beobachtet wurde, um den besten Zeitpunkt für Aussaat oder Ernte abzulesen.

    In Goseck an der Saale in Sachsen-Anhalt wurde eine Anlage an ihrem ursprünglichen Ort rekonstruiert - angeblich das älteste "Sonnenobservatorium" der Welt. Mehr als 1500 Eichenstämme bilden einen doppelten Palisadenring mit drei Eingängen. Tatsächlich geht die Sonne am kürzesten Tag des Jahres genau hinter dem südöstlichen Tor auf und hinter dem südwestlichen Eingang unter. Nicht weit von Goseck entfernt wurde die berühmte Himmelsscheibe gefunden, deren goldene Horizontbögen gleichfalls die Wintersonnenwende markieren.

    Der Film von Wolfgang Würker geht auch der Frage nach, ob die Monumente auf direktem Weg zu den ersten Bauern Europas zurückführen, und konturiert dabei die Gedankenwelt der frühen Siedler Mitteleuropas. Mit renommierten Wissenschaftlern auf Spurensuche zeigt der Film, wie die Experten in Brunnenschächten oder tief im Lössboden Hinweise auf den keineswegs idyllischen Alltag von Menschen finden, die erst lernen mussten, mit den Herausforderungen der Sesshaftigkeit fertig zu werden. Mit Hilfe spektakulärer Funde, von Reenactments, Modellbau und Computeranimationen entsteht das überraschende Bild dieser fernen Zeit.

    Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 - 706100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/kathedralendersteinzeit

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