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"Alles für 1 Euro!": ZDF.reportage über den boomenden Markt der
Billigläden

    Mainz (ots) - Gerade in Zeiten der Finanzkrise floriert ein Markt ungebrochen: der für Billigprodukte. Ein-Euro-Läden und Sozialkaufhäuser erobern in wachsender Zahl die Innenstädte. Für die ZDF.reportage "Alles für 1 Euro" am Sonntag, 15. Februar 2009, 18.30 Uhr, hat sich Broka Herrmann in den Billigläden umgeschaut.

    Es sind nicht nur Hartz IV-Empfänger, die sich dort eindecken - Schnäppchenjäger und Mittelständler mit Abstiegsangst kommen hinzu. Stammkunden sind auch Rentner, die sich nur noch dort versorgen können. Irene K. zum Beispiel bleiben nach Abzug ihrer festen Kosten monatlich 60 Euro zum Leben. Mit ihrem Nebenverdienst als Toilettenfrau in einem Schnellrestaurant kommt die 70-Jährige auf knapp 300 Euro. Wochenlang ist sie unterwegs, bis sie endlich - im Sozialkaufhaus - einen Wintermantel gefunden hat, der ihr passt und den sie sich leisten kann.

    Der "König" der Ein-Euro-Shops ist Rainer Schum aus Würzburg. Er hat sich mit einem gigantischen Filialnetz und riesigen Lagerhallen in drei Jahren ein wahrhaftes Ein-Euro-Imperium geschaffen. Seine Produkte bezieht er aus Asien und Südeuropa und verteilt sie an seine mehr als hundert Läden in Deutschland. Das Großunternehmen wächst auch in Zeiten der Finanzkrise - pro Monat eröffnet Schum zwei bis drei neue Läden.

    Aus der Not eine Tugend gemacht haben Arbeitslose und ALG-II-Empfänger in Berlin-Mitte und gründeten eines der größten Sozialkaufhäuser in Deutschland. Die Waren stammen größtenteils aus Spenden und Wohnungsauflösungen. Verkäufer Frank W., der bis vor einem Jahr noch Zeitungen in der U-Bahn verkauft hat und vom Arbeitslosengeld abhängig war, freut sich über die Arbeit und den kleinen Verdienst, den er sich inzwischen ausbezahlen lassen kann. Der Erfolg des Sozialkaufhauses liegt dabei auch im Handel mit normal verdienenden Schnäppchenjägern.

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